21 February 2026, 00:30

Iris Berben: Warum sie mit 75 Jahren bewusst auf die Ehe verzichtet

Eine Zeichnung einer Frau in einem Kleid im Stil der 1960er Jahre mit einem Kragen, langen Ärmeln und einemrock, die mit gespreizten Armen und leicht geneigtem Kopf steht, mit der Aufschrift "1960er Jahre" auf dem Papier.

Iris Berben: Sahen Keinen Grund für Heirat - Iris Berben: Warum sie mit 75 Jahren bewusst auf die Ehe verzichtet

Iris Berben lebt seit Jahrzehnten nach ihren eigenen Regeln

Seit über 50 Jahren setzt die deutsche Schauspielerin Iris Berben auf ein selbstbestimmtes Leben. Mit 75 Jahren ist sie unverheiratet – trotz einer langjährigen Beziehung zu ihrem Partner Heiko Kiesow. Ihre Entscheidung spiegelt ein lebenslanges Bekenntnis zur Unabhängigkeit wider, geprägt von den gesellschaftlichen Umbrüchen der 1960er-Jahre.

Berben wuchs in einer Zeit auf, in der Frauen noch strengen rechtlichen Beschränkungen unterlagen. Bis in die 1960er-Jahre hinein benötigten verheiratete Frauen die Erlaubnis ihres Ehemanns, um arbeiten zu dürfen. Gesetze wie das Gleichberechtigungsgesetz von 1957 und das Gleichbehandlungsgesetz von 1977 bauten diese Hürden später ab – doch Berben hatte sich bereits dagegen entschieden, zu heiraten.

Dabei lehnte sie die Ehe als solche nie ab. Vielmehr wandte sie sich gegen die traditionellen Rollenbilder, die damit verbunden waren. Das politische Klima der 1960er-Jahre bestärkte sie in ihrem Glauben an persönliche Freiheit und Eigenverantwortung.

Seit fast 20 Jahren teilt sie ihr Leben mit Kiesow – ohne Trauschein. Einen Grund, das jetzt zu ändern, sieht sie nicht. Ihre Haltung passt zu den größeren rechtlichen Veränderungen in Deutschland, von verbessertem Mutterschutz bis zur Frauenquote in Aufsichtsräten 2015, doch ihre Entscheidung war immer eine persönliche.

Berbens lebenslange Unabhängigkeit steht exemplarisch für den Wandel der Frauenrechte in Deutschland. Von der Gleichstellung im Beruf bis zu Reformen beim Elterngeld hat sich das Land von überholten Zwängen verabschiedet. Doch ihre Wahl bleibt ihre eigene – ganz ohne gesetzlichen Zwang.