Jürgen Eckhardt – ein Leben für das baden-württembergische Kfz-Gewerbe ist zu Ende gegangen
Hiltraud HamannJürgen Eckhardt – ein Leben für das baden-württembergische Kfz-Gewerbe ist zu Ende gegangen
Jürgen Eckhardt, eine angesehene Persönlichkeit im baden-württembergischen Kfz-Gewerbe, ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Sein Tod am 22. Januar 2026 markiert das Ende einer mehr als fünf Jahrzehnte umfassenden Karriere, in der er eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der rechtlichen und verhandlungspolitischen Landschaft der Branche spielte.
Eckhardt begann seine Laufbahn Ende der 1960er-Jahre in der Kanzlei von Robert Held. 1980 übernahm er die Position des Justitiars beim Landesverband und der Innung des Kfz-Gewerbes in Baden-Württemberg. Sein Fachwissen beschränkte sich nicht auf die regionale Ebene – er wurde kooptiertes Vorstandsmitglied und wirkte in zahlreichen Ausschüssen des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) mit, darunter zu den Themen Recht, Arbeitsrecht und Sozialpolitik.
Ab 2008 fungierte er als Hauptverhandler der Tarifgemeinschaft und steuerte maßgebliche Vereinbarungen, die bundesweit Einfluss auf den Sektor nahmen. Für sein Engagement erhielt er 1987 das Bundesverdienstkreuz und 2012 die Auszeichnung Erster Klasse – eine Würdigung seiner Verdienste bei der Gründung der Versorgungseinrichtung der Arbeitsagentur Baden-Württemberg.
Kollegen erinnerten sich an ihn als brillanten Juristen und vertrauenswürdigen Berater. Carsten Beuß, Geschäftsführer des Landesverbands Baden-Württemberg des Kfz-Gewerbes, lobte Eckhardt als herausragenden Verhandler, der über Jahrzehnte hinweg großes Ansehen genoss. Christian Reher, Geschäftsführer der Regionalinnung Stuttgart, betonte seine Zuverlässigkeit und den nachhaltigen Einfluss auf die Arbeit der Innung.
Für sein Lebenswerk wurde Eckhardt 2016 mit der Goldenen Ehrennadel der Innung ausgezeichnet, gefolgt von der Goldenen Ehrennadel des Landesverbands sowie der höchsten Ehrung des ZDK im deutschen Kfz-Gewerbe.
Eckhardt hinterlässt ein Erbe juristischer Exzellenz und branchenprägender Führung. Seine Arbeit in der Tarifpolitik, als Berater und durch sein langjähriges Engagement für das baden-württembergische Kfz-Gewerbe hat bleibende Spuren hinterlassen. Die Auszeichnungen und Würdigungen, die er erhielt, spiegeln die hohe Wertschätzung wider, die ihm Kollegen und Fachleute entgegenbrachten.