08 February 2026, 16:23

Karneval 2025: Strengere Alkoholregeln und hohe Bußgelder trotz Feierstimmung

Eine Gruppe von Menschen in Helmen fährt nachts mit Fahrrädern eine Stadtstraße entlang, beleuchtet von den Stadtlichtern.

Karneval 2025: Strengere Alkoholregeln und hohe Bußgelder trotz Feierstimmung

Karneval in Deutschland: Strengere Alkoholgrenzen am Steuer bleiben trotz Feierlaune

Die deutsche Karnevalssaison ist in vollem Gange – mit bunten Umzügen und ausgelassenen Feiern. Doch die Behörden erinnern Autofahrer daran, dass die verschärften Alkoholgrenzen, die 2024 eingeführt wurden, auch während der Festtage unerbittlich gelten. Schon geringe Mengen Alkohol am Steuer können nun hohe Bußgelder, Führerscheinentzug und sogar Strafverfahren nach sich ziehen – besonders in der närrischen Zeit, wenn die Risiken steigen.

Die überarbeitete Straßenverkehrsordnung sieht härtere Strafen für Alkoholverstöße vor. Ab einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille drohen mindestens 500 Euro Strafe, zwei Punkte in Flensburg und ein einmonatiger Fahrverbot. Bei Werten zwischen 0,8 und 1,09 Promille steigen die Bußgelder auf über 1.000 Euro, ab 1,1 Promille kann sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verhängt werden. Kommt es zu einem Unfall, beginnt die strafrechtliche Verfolgung bereits ab 0,3 Promille – kombiniert mit einem sechsmonatigen Führerscheinentzug.

Auch Karnevalisten müssen darauf achten, dass ihre Verkleidung das Fahren nicht beeinträchtigt. Masken oder Gesichtsbemalungen, die die Sicht einschränken, sind verboten, ebenso wie Kostüme, die Bewegung oder Hörvermögen behindern. Für schnelle S-Pedelecs (E-Bikes bis 45 km/h), die rechtlich als Mofas gelten, gilt ebenfalls die 0,5-Promille-Grenze. Radfahrer dürfen maximal 1,6 Promille im Blut haben.

Für Fahranfänger und junge Fahrer unter 21 Jahren gilt absolute Nulltoleranz – schon minimale Alkoholspuren sind verboten. Die Behörden warnen zudem vor "Restalkohol" vom Vorabend, der noch am nächsten Tag über dem Limit liegen kann. Die Botschaft ist klar: Wo der Karnevalsspaß aufhört, beginnt die Verkehrssicherheit.

Die Höhe der Strafen hängt vom Promillewert, Vorstrafen, verursachten Unfällen und der Gefährdung anderer ab. Die geänderten Regelungen im Straßenverkehrsgesetz (StVG) und im Bußgeldkatalog lassen keine "Narrenfreiheit" auf den Straßen zu.

Die neuen Vorschriften bedeuten: Wer betrunken fährt, muss auch in der fünften Jahreszeit mit sofortigen Konsequenzen rechnen – von Bußgeldern über Punkte bis hin zu Fahrverboten. Bei hohen Promillewerten oder Unfällen droht sogar Haft. Auch Radfahrer und E-Bike-Nutzer werden kontrolliert, denn die Polizei setzt die Grenzen während der Karnevalstage konsequent durch.