KI-Revolution in der Fertigung: Fraunhofer-Institute präsentieren bahnbrechende Werkzeuge
Dietlind Grein GrothKI-Revolution in der Fertigung: Fraunhofer-Institute präsentieren bahnbrechende Werkzeuge
Forscher der Fraunhofer-Institute haben neue KI-Werkzeuge entwickelt, um die Effizienz in der Fertigung zu steigern. Die am Future Work Lab vorgestellten Systeme sollen Montagearbeiten vereinfachen, Qualitätskontrollen verbessern und Abfälle in Produktionslinien reduzieren.
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) haben KI-Demonstratoren entwickelt, die Fabrikabläufe optimieren. Ein System namens Lean Data Acquisition (LeanDA) nutzt Sensoren, um manuelle Montageprozesse aufzuzeichnen und zu analysieren. Dadurch lassen sich Ineffizienzen erkennen und Arbeitsabläufe optimieren.
Ein weiteres Werkzeug, ThirdAI, arbeitet mit einem Standard-Laptop und USB-Kameras, um Bauteile optisch zu prüfen. Es kann einwandfreie von fehlerhaften Komponenten automatisch unterscheiden und reduziert so menschliche Fehler bei der Qualitätskontrolle. Das System erklärt seine Entscheidungen zudem, indem es die Denkweise eines neuronalen Netzwerks nachahmt – das macht die Prüfungen transparenter.
Im Data Science Track werden vier Demonstratoren präsentiert, die zeigen, wie KI-Anwendungen für die Qualitätssicherung entwickelt werden. Ein Beispiel nutzt KI, um Fehler in Stahlplatten zu klassifizieren, was Inspektionen beschleunigt und Materialverschwendung verringert. Die Technologie kann zudem Montageabläufe rekonstruieren und Planungsdaten verfeinern, um überflüssige Arbeitsschritte in der Produktion weiter zu reduzieren.
Diese KI-Fortschritte versprechen eine schnellere, präzisere und ressourcenschonendere Fertigung. Fabriken, die die Tools einführen, könnten von einer besseren Produktqualität und niedrigeren Betriebskosten profitieren. Die Demonstratoren stehen nun im Future Work Lab in Stuttgart zur Erprobung bereit.






