22 January 2026, 10:22

Kläppern im Klassenzimmer: Waldkirchs neues Bildungsprojekt verbindet Fasnet und Schule

Eine alte Postkarte mit einer Gruppe von Kindern in bunten Kleidern, die Musikinstrumente wie Geige, Cello und Trommel spielen, mit Text auf der Postkarte.

Kläppern im Klassenzimmer: Waldkirchs neues Bildungsprojekt verbindet Fasnet und Schule

Neues Bildungsangebot in Waldkirch: Karnevalsklänge für den Unterricht

In Waldkirch ist ein neues Bildungspaket gestartet, das den Klang des Fasnets in die Klassenzimmer bringt. Das Elztalmuseum hat gemeinsam mit Kulturvereinen und Schulen das Projekt „Die Kulturgeschichte des Kläpperns“ entwickelt, um Schülerinnen und Schüler mit den regionalen Perkussionstraditionen vertraut zu machen. Das kostenlose Material verbindet das heimische Fasnets-Erbe mit globalen Rhythmen und richtet sich an Kinder der dritten bis siebten Klasse.

Die Initiative entstand in Kooperation zwischen dem Verein Kläpperfreunde Waldkirch e.V., dem Elztalmuseum und lokalen Lehrkräften. Unterstützt von der Narrenzunft Krakeelia entstand ein interaktives Set mit Instrumenten, Bildern und Videos. Eine Weltkarte, traditionelle Sprichwörter und Lieder ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, die Bedeutung des Kläpperns in der regionalen und internationalen Musik zu erkunden.

Präsentiert wurde das Paket im Vogt-Walter-Haus der Zunft, wo junge Teilnehmer traditionelle und moderne Rhythmen vorführten. Mit Kläpperle und Drehorgeln zeigten sie, wie die Instrumente Vergangenheit und Gegenwart verbinden. Ab Anfang Februar können Schulen die Materialien kostenlos ausleihen. Lehrkräfte erhalten einen 45-minütigen Unterrichtsentwurf, der die Ursprünge des Kläpperns, seine Rolle im Fasnet und seine zukünftige Entwicklung behandelt. Das Projekt soll die Verbindung zwischen Schulen und regionaler Kultur stärken und gleichzeitig die globale Ausstrahlung des Instruments aufzeigen.

Das Angebot steht allen Schulen in Waldkirch offen und bietet eine praxisnahe Auseinandersetzung mit Fasnet-Bräuche. Durch die Verknüpfung von lokaler Geschichte und weltweiten Musiktraditionen vermittelt das Projekt ein umfassenderes Verständnis für kulturelles Erbe. Der Unterrichtsstart ist für Anfang Februar geplant.