"Klar" kehrt 2026 mit brisanten Themen und neuer Moderation zurück
Dietlind Grein Groth"Klar" kehrt 2026 mit brisanten Themen und neuer Moderation zurück
Das Investigativmagazin Klar des ARD erweitert sein Format 2026 nach einer Reihe von Pilotfolgen im vergangenen Jahr. Das Programm will sich mit großen gesellschaftlichen Kontroversen befassen – von Migration bis zu den Folgen der COVID-19-Pandemie. Die Sender NDR und BR haben nun eine vollständige Staffel bestätigt, deren erste Folge am 15. April ausgestrahlt wird.
Die Pilotstaffel 2025 behandelte drei brisante Themen: Migration, die Frustrationen der Landwirte und die anhaltenden Auswirkungen der Pandemie. NDR und BR beschrieben Klar als eine Plattform, um gesellschaftliches Versagen zu dokumentieren und Debatten anzustoßen. Nach positiven internen Bewertungen gab die ARD grünes Licht für eine vollständige Serie im Jahr 2026.
Die erste Folge mit dem Titel "Zielscheibe Polizei – Missbrauch, Hass und Gewalt" feiert am 15. April um 20:15 Uhr Premiere auf NDR Fernsehen und BR Fernsehen. Sie wird bereits vorher in der ARD Mediathek und auf den YouTube-Kanälen des Programms verfügbar sein. Tanit Koch übernimmt die Moderation der vom NDR produzierten Folgen und löst damit Julia Ruhs ab, die die Pilotfolgen präsentiert hatte.
Ruhs bleibt jedoch 2026 für drei Folgen vor der Kamera – diese werden allerdings vom Bayerischen Rundfunk produziert. Die nächste, vom BR verantwortete Ausgabe ist für den 29. April geplant. Die Entscheidung des NDR, die Moderatorin zu wechseln, löste bei einigen Kritikern Vorwürfe einer "Cancel Culture" aus, während andere dem Format vorwarfen, es könnte rechtspopulistischen Strömungen nachgeben.
Der NDR plant für das Jahr sechs Folgen, die sich jeweils mit polarisierenden Themen auseinandersetzen. Trotz der Kontroversen um die inhaltliche Ausrichtung betonen die Sender ihr Bekenntnis zu einem hart recherchierten Journalismus.
Die erweiterte Klar-Staffel wird ab Mitte April regelmäßig ausgestrahlt, wobei sich die Folgen zwischen NDR und BR abwechseln. Der Fokus auf gesellschaftliche Zündstoffe hat bereits für Aufmerksamkeit gesorgt, doch die Sender halten daran fest, dass das Format eine notwendige Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der modernen Gesellschaft bietet. Zuschauer können jede Folge vor der TV-Ausstrahlung in den digitalen Mediatheken und auf den entsprechenden Plattformen abrufen.






