22 March 2026, 06:16

Kretschmanns letzte große Reise stärkt Beziehungen zu Frankreich und Schweiz

Alte Karte des Königreichs Frankreich und Deutschland mit sichtbaren Grenzen, auf Papier gedruckt mit zusätzlichem Text.

Kretschmanns letzte große Reise stärkt Beziehungen zu Frankreich und Schweiz

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat einen dreitägigen Besuch in Frankreich und der Schweiz begonnen. Es handelt sich dabei um seinen zehnten offiziellen Besuch in der Schweiz und den neunten in Frankreich seit fast 15 Jahren im Amt. Auf dem Programm stehen Gespräche zu den Themen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Spitzenforschung wie Künstliche Intelligenz (KI) und Quanten-Technologie.

Seit 2011 hat es keine Staatsbesuche aus Baden-Württemberg in eines der beiden Länder gegeben, und in den letzten fünf Jahren wurden keine größeren Kooperationsprojekte gestartet. Kretschmanns aktuelle Reise soll die Beziehungen in einer Zeit wachsenden globalen Wettbewerbs stärken.

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Den Auftakt machte der Ministerpräsident in Straßburg, wo er das Europäische Zentrum für Quantenforschung an der Universität Straßburg besuchte. Der Termin unterstrich die Bedeutung der Region als Standort für wissenschaftliche Innovation – ein Bereich, den Kretschmann als zentral für die künftige Zusammenarbeit ansieht.

Geplant sind zudem Treffen mit lokalen Politikern, Wirtschaftsvertretern und Forschern. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Ausweitung der Kooperation in den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Künstliche Intelligenz. Ein Besuch der Gedenkstätte Hartmannswillerkopf im Elsass soll die Bedeutung des gemeinsamen Gedenkens für die deutsch-französischen Beziehungen hervorheben.

Frankreich bleibt ein zentraler Partner Baden-Württembergs: Das Handelsvolumen belief sich 2024 auf fast 18 Milliarden Euro. Die Schweiz, zweitwichtigster Handelspartner des Landes, verzeichnet täglich rund 60.000 Grenzpendler aus der Region. Kretschmann betont immer wieder, dass Freundschaft und gemeinsame Geschichte die Grundlage für wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit bilden müssen – besonders angesichts der aktuellen geopolitischen Herausforderungen.

Die Reise findet statt, während Kretschmann sich auf seinen Rückzug vorbereitet: Er hat angekündigt, im März 2026 nicht mehr für das Amt zu kandidieren. Ob es sich dabei um seinen letzten offiziellen Auslandsbesuch als Regierungschef handelt, bleibt ungewiss.

Ziel des Besuchs ist es, die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und seinen Nachbarn nach Jahren begrenzter Kontakte neu zu beleben. Da es seit 2011 keine Staatsbesuche mehr gab und in den letzten fünf Jahren keine neuen gemeinsamen Projekte gestartet wurden, könnte die Reise den Weg für künftige Partnerschaften ebnen. Handel, Forschung und grenzüberschreitende Mobilität bleiben dabei die zentralen Säulen der Beziehungen zu Frankreich und der Schweiz.

Quelle