Landwirtschaftsverbände stellen vor der Landtagswahl 2026 klare Forderungen an die Politik
Hiltraud HamannLandwirtschaftsverbände stellen vor der Landtagswahl 2026 klare Forderungen an die Politik
Landwirtschafts- und Weinbauverbände in Baden-Württemberg legen vor der Landtagswahl 2026 ihre zentralen Forderungen vor
Die Verbände aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Weinbau in Baden-Württemberg haben im Vorfeld der Landtagswahl 2026 ihre wichtigsten Forderungen an die künftige Landesregierung formuliert. Im Mittelpunkt stehen eine stärkere Unterstützung der regionalen Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und des Weinbaus.
Die Organisationen betonen die Notwendigkeit stabiler politischer Rahmenbedingungen, um die Nahrungsmittelversorgung zu sichern, das Klima zu schützen und die Kulturlandschaften im ländlichen Raum zu erhalten.
Gefordert werden bessere Fördermittel und Landesprogramme zur Stärkung der regionalen Produktion. Zuverlässige politische Vorgaben sollen Landwirten und Winzern langfristige Planungssicherheit geben, Modernisierungen ermöglichen und die wirtschaftliche Tragfähigkeit ihrer Betriebe sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bürokratieabbau. Die Verbände setzen sich für vereinfachte Vorschriften, höhere Bagatellgrenzen und die Abschaffung überflüssiger Verwaltungsverfahren ein. Zudem fordern sie wissenschaftsbasierte Zulassungen für Pflanzenschutzmittel, steuerliche Instrumente wie Risikoausgleichsrücklagen sowie klarere Regelungen für Saisonarbeitskräfte.
Im Weinbausektor verlangen die Verbände verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten und neue Maßnahmen zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Besonders wichtig sind ihnen einheitliche EU-weite Produktionsstandards und strengere Importvorschriften für Drittländer, um Umwelt-, Tierschutz- und Lebensmittelsicherheitsanforderungen durchzusetzen.
Die Ziele gehen über kurzfristige Änderungen hinaus: Die Verbände wollen die Landwirtschaft, den Weinbau und regionale Wertschöpfungsketten zukunftsfest machen und ihre Widerstandsfähigkeit für die kommenden Jahre stärken.
Während 21 Parteien – darunter BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU, SPD, FDP, AfD, DIE LINKE und FREIE WÄHLER – ihre Landeslisten bereits aufgestellt haben, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor, welche Parteien die Verbände direkt ansprechen.
Im Kern zielen die Forderungen darauf ab, einen starken heimischen Sektor für Ernährungssicherheit, Klimaschutz und erneuerbare Energien zu sichern. Sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden, würden sie die Agrar- und Weinbaupolitik Baden-Württembergs in der nächsten Legislaturperiode prägen. Nun warten die Verbände auf die Reaktionen der Parteien, die 2026 zur Wahl antreten.