Laserangriff auf Zugführer: Notbremsung nach Blendung am Bahnhof Ludwigsburg
Dietlind Grein GrothLaserangriff auf Zugführer: Notbremsung nach Blendung am Bahnhof Ludwigsburg
Laserpointer blendet Lokführer am Ludwigsburger Bahnhof – Zug muss notbremsen
Am Samstagabend wurde ein Zugführer am Bahnhof Ludwigsburg vorübergehend durch einen Laserpointer geblendet. Der Vorfall, der nun ermittelt wird, zwang den Zug zu einer abrupten Notbremsung. Die Behörden fahnden nach vier Jugendlichen, die sich unmittelbar danach von der Örtlichkeit entfernten.
Der Angriff ereignete sich am 6. September 2025 gegen 21 Uhr. Ein 26-jähriger Lokführer steuerte einen Personenzug, als ein greller grüner Laserstrahl das Führerhaus traf. Der plötzliche Lichtblitz ließ ihn erblinden, woraufhin er eine Notbremsung auf Gleis 1 einleitete.
Augenzeugen berichteten von vier jungen Personen, die in unbekannter Richtung flohen. Einer von ihnen trug demnach eine schwarze Jacke mit gelben Streifen, ein anderer fiel durch eine auffällige Baseballkappe und eine Gucci-Hüfttasche auf.
Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Eingriffe in den Bahnverkehr eingeleitet. Beamte rufen Zeugen auf, sich beim Polizeirevier Stuttgart zu melden. Zwar werden solche Vorfälle an Bahn- und Strafverfolgungsbehörden gemeldet, doch gibt es keine zentrale öffentliche Datenbank, die ihre Häufigkeit in Deutschland erfasst.
Der Fall bleibt vorerst ungelöst, während die Ermittler Zeugenaussagen auswerten. Laserangriffe auf Züge bergen erhebliche Risiken für Fahrer und Fahrgäste. Wer Hinweise zu den Verdächtigen oder dem Vorfall hat, wird gebeten, sich zu melden.