13 March 2026, 14:13

Lörrach nutzt Bau-Beschleunigungsgesetz für mehr Wohnraum bis 2035

Ein detaillierter Grundrissplan des Stadtplatz-Gebäudes in Dresden, Deutschland, mit zahlreichen Räumen und begleitendem Text.

Lörrach nutzt Bau-Beschleunigungsgesetz für mehr Wohnraum bis 2035

Die Stadt Lörrach unternimmt Schritte, um den Wohnungsbau mit Hilfe der neuen deutschen Beschleunigungsregelung voranzutreiben. Das sogenannte Bau-Beschleunigungsgesetz ermöglicht es Kommunen, bestimmte Bauvorschriften zu umgehen, um schneller Wohnraum zu schaffen. Die lokalen Behörden haben nun damit begonnen, Leitlinien für die praktische Umsetzung der Regelung auszuarbeiten.

Die Verwaltung Lörrachs hat einen ersten Bericht vorgelegt, in dem die Pläne zur Nutzung der neuen gesetzlichen Bestimmungen dargelegt werden. Ziel ist es, grundlegende Regelungen noch vor der Sommerpause des Stadtrats zu verabschieden. Diese sollen klare Standards setzen – darunter Quoten für bezahlbaren Wohnraum, Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung und präzise städtebauliche Konzepte.

Um für das beschleunigte Verfahren infrage zu kommen, müssen Projekte zentrale Kriterien erfüllen: Eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und Entwürfe, die sich harmonisch in das bestehende Stadtbild einfügen, sind unverzichtbar. Zudem muss jeder Antrag mit übergeordneten Planungszielen übereinstimmen, die Interessen der Anwohner berücksichtigen und dem Gemeinwohl dienen.

Die Regelung soll vor allem in Wohn- und Mischgebieten mit hohem Bedarf an Wohnraum greifen. Lörrach sieht darin eine Chance, die Wohnraumoffensive 2035 voranzubringen – insbesondere durch Nachverdichtung in bereits bebauten Gebieten.

In einer ersten Phase erarbeitet die Stadt nun strategische Richtlinien für die Anwendung des Beschleunigungsmechanismus. Werden die Regelungen verabschiedet, könnten sie Lörrach helfen, effizienter neuen Wohnraum zu schaffen, ohne dabei Planungsstandards zu vernachlässigen. Andere deutsche Städte könnten ähnliche Schritte unternehmen, auch wenn derzeit keine konkreten Zahlen zur Verbreitung vorliegen.

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