18 January 2026, 08:10

Ludwigsburg kämpft mit zwei Veranstaltungen gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung

Eine Gruppe von Menschen mit Masken und Fahnen und Schildern steht vor einem Zaun mit Fotos und Text, protestiert in Istanbul, Türkei, mit Gebäuden, Bäumen und einem Laternenpfahl im Hintergrund.

Ludwigsburg kämpft mit zwei Veranstaltungen gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung

Ludwigsburg veranstaltet Ende Januar und Anfang Februar zwei Veranstaltungen zum Thema sexualisierte Gewalt und ihren gesellschaftlichen Folgen. Anlässlich des achten Jahrestags der Ratifizierung der Istanbul-Konvention durch Deutschland finden eine Fachkonferenz und eine öffentliche Diskussion statt – mit dem Ziel, das Bewusstsein zu schärfen und die Unterstützung für Betroffene zu stärken.

Die erste Veranstaltung ist eine kostenlose, öffentliche Konferenz am 28. Januar im Film- und Medienzentrum Ludwigsburg. Von 9 bis 17 Uhr dreht sich alles um sexualisierte Gewalt, Prävention und Menschenrechte. Eingeladen sind sowohl Fachkräfte als auch die interessierte Öffentlichkeit; eine Anmeldung ist jedoch erforderlich unter: http://ourwebsite/conference.

Am 2. Februar, dem Jahrestag der deutschen Ratifizierung der Istanbul-Konvention, lädt PRO Asyl in Ludwigsburg zu einer Diskussion ein. Unter dem Titel "Europas Bordell ist keine Güteklasse“ wird das deutsche Prostitutionssystem und dessen Verbindung zu Ausbeutung kritisch beleuchtet. Die Stadt betont, dass sexualisierte Gewalt vor allem Mädchen und Frauen trifft – und unterstreicht damit die Dringlichkeit von Aufklärung und gesellschaftlichem Handeln. Ludwigsburgs Ansatz setzt auf Schutz, Unterstützung und eine wertebasierte Haltung gegen Gewalt. Die Anerkennung sexualisierter Gewalt als Menschenrechtsverletzung bleibt ein zentraler Baustein der Präventionsarbeit.

Die beiden Veranstaltungen zeigen Ludwigsburgs Engagement im Kampf gegen sexualisierte Gewalt durch Aufklärung und politische Maßnahmen. Die Konferenz am 28. Januar und die Diskussion am 2. Februar bieten Plattformen für öffentliche Teilhabe. Beide Formate zielen darauf ab, Unterstützungsstrukturen zu festigen und Systeme zu hinterfragen, die Ausbeutung ermöglichen.