08 January 2026, 06:29

Ludwigsburger Restaurant kämpft nach Straßensperrung um seine Existenz

Ein Restaurantgebäude, das an einer Straße entlang verläuft, mit Bäumen im Hintergrund.

Ludwigsburger Restaurant kämpft nach Straßensperrung um seine Existenz

Restaurant in Ludwigsburg kämpft ums Überleben nach Sperrung der Zufahrtsstraße

Ein Restaurant in Ludwigsburg steht seit Anfang September vor existenziellen Problemen, nachdem ein umgestürzter Baum die Hauptzufahrt, den Otto-Konz-Weg, blockiert hat. Die Sperrung der Straße zwang den Betrieb bereits zu Personalabbau und hohen finanziellen Verlusten – ein Ende der Misere ist nicht in Sicht.

Das Lokal GiG – Dining in the Green war auf den Otto-Konz-Weg als wichtigste Anfahrtsroute für seine Gäste angewiesen. Seit der Sperrung musste Inhaber Jack Khano zwei Teilzeitkräfte entlassen und eine weitere Stelle auf eine Minijob-Basis reduzieren. Auch die verbleibenden Mitarbeiter mussten ihre Arbeitszeiten kürzen.

Die Stadt Ludwigsburg ließ zwar den umgestürzten Baum entfernen, hielt die Straße aber aus Sicherheitsgründen geschlossen. Als Begründung nennen die Behörden laufende Stabilisierungsarbeiten im angrenzenden Waldgebiet, die eine längere Sperrung erfordern. Nun muss ein Gutachten klären, welche Maßnahmen notwendig sind, bevor die Straße wieder sicher befahren werden kann.

Die finanziellen Folgen sind verheerend: Khano schätzt die Verluste für September auf 15.000 bis 20.000 Euro, allein in diesem Monat mussten vier bis fünf Veranstaltungen abgesagt werden. Sollte die Straße weiter gesperrt bleiben, könnten die Verluste im Oktober auf 20.000 bis 30.000 Euro steigen. Zuständig für die Entscheidung ist das örtliche Straßenverkehrs- und Tiefbauamt, das einen qualifizierten Verkehrs- oder Bauingenieur mit der Prüfung der notwendigen Schritte für eine Wiedereröffnung beauftragt hat.

Für das Restaurant bleibt die Zukunft ungewiss, solange die Straße auf unbestimmte Zeit gesperrt bleibt. Ohne Zufahrt drohen weitere Absagen und eine zunehmende finanzielle Belastung. Die nächsten Schritte der Stadt hängen nun von den Ergebnissen des Gutachtens und dem Abschluss der Waldstabilisierungsarbeiten ab.