Luisa Heese übernimmt kommissarisch die Leitung der Kunsthalle Mannheim
Dietlind Grein GrothLuisa Heese übernimmt kommissarisch die Leitung der Kunsthalle Mannheim
Luisa Heese wird ab dem 1. April 2026 die kommissarische Leitung der Kunsthalle Mannheim übernehmen. Sie folgt auf Johan Holten, der Ende März aus dem Amt scheidet. Das Museum hat sich entschieden, die Stelle vorerst nicht auszuschreiben, um unter ihrer Führung Kontinuität zu gewährleisten.
Die 1984 in Göttingen geborene Heese studierte Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte und Bildende Kunst in Hildesheim sowie in Caldas da Rainha, Portugal. Ihre Karriere begann sie 2015 als Kuratorin an der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, wo sie später auch interimistisch eine Führungsposition innehatte.
Im September 2020 übernahm sie die Leitung des Museums im Kulturspeicher Würzburg. 2023 wechselte sie am 1. Juli als Kuratorin für zeitgenössische Kunst und Skulptur an die Kunsthalle Mannheim. Bereits bis zum 1. Juni 2025 stieg sie dort zur stellvertretenden Direktorin und Leiterin der Bereiche Forschung und Sammlungen auf.
Während ihrer Tätigkeit in Mannheim organisierte Heese Ausstellungen bedeutender zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler wie Sarah Lucas und Tavares Strachan. Zudem kuratierte sie gemeinsam den skulpturalen Teil der Ausstellung Kirchner, Lehmbruck, Nolde – Expressionismus-Geschichten in Mannheim. Unter ihrer Mitwirkung wurde die Institution als gut aufgestellt in Programmgestaltung, Organisation und Teamarbeit beschrieben.
Die Kunsthalle Mannheim plant, ihre positive Entwicklung unter Heeses kommissarischer Leitung fortzuführen. Ihre Erfahrung in den Bereichen Kuratieren, Führung und Forschung qualifiziert sie, das Museum durch diese Übergangsphase zu begleiten. Die Entscheidung, die Ausschreibung der Direktorenstelle hinauszuzögern, unterstreicht das Vertrauen in ihre Fähigkeit, den Schwung zu erhalten.