Mannheim gedenkt ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag in stiller Einheit
Dietlind Grein GrothMannheim gedenkt ein Jahr nach dem tödlichen Anschlag in stiller Einheit
Ein Jahr nach dem tödlichen Fahrzeuganschlag in der Mannheimer Fußgängerzone versammelte sich die Stadt, um der Opfer zu gedenken. Über 300 Menschen kamen in der Konkordienkirche zu einer interreligiösen Gedenkfeier zusammen, um der Verstorbenen zu gedenken und all jenen Respekt zu erweisen, die von der Tragödie betroffen waren.
Die Zeremonie markierte den Jahrestag des Angriffs vom 3. März 2025, als ein 40-jähriger Mann aus Ludwigshafen in die Menschenmenge fuhr, dabei zwei Menschen tötete und 14 verletzte. Die rasende Fahrt endete erst, als ein Taxifahrer, Muhammad A., den Angreifer verfolgte und blockierte. Der Täter wurde später zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Während der Gedenkveranstaltung läuteten die Glocken der Konkordienkirche und der St.-Sebastians-Kirche zum Gedenken. Oberbürgermeister Christian Specht sprach von Mannheims Einheit und Mitgefühl, während der Opferbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Alexander Schwarz, einen Brief der Familie eines der Verstorbenen verlas. Auch Polizeipresidentin Ulrike Schäfer übermittelte eine Botschaft des Beileids.
Nach dem Gottesdienst schlossen sich die Teilnehmer einem Schweigemarsch zum Paradeplatz an, wo sie in stiller Andacht Kerzen entzündeten. Die interreligiösen Gebete wurden von Vertretern verschiedener Glaubensgemeinschaften geführt – darunter auch von dem Taxifahrer, der zur Beendigung des Angriffs beitrug.
Die Gedenkfeier bot der Stadt einen Moment, um in Trauer und Solidarität zusammenzustehen. Mit Kerzen, Gebeten und gemeinsamem Schweigen ehrte Mannheim die Verstorbenen und Verletzten und bekräftigte damit seinen Willen zur Heilung und Widerstandsfähigkeit.