McCormick will Knorr kaufen – Ende einer Unilever-Ära in Sicht
Der US-amerikanische Gewürzriese McCormick & Company verhandelt aktuell über den Kauf von Knorr, der kultigen deutschen Lebensmittelmarke. Die potenziell milliardenschwere Transaktion ist Teil der laufenden Umstrukturierung des Konzerns Unilever unter Führung von CEO Fernando Fernandez. Knorr, seit fast 200 Jahren ein fester Begriff in deutschen Haushalten, könnte nach zwei Jahrzehnten unter Unilever-Dach bald den Besitzer wechseln.
Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist Knorr in deutschen Küchen präsent. Bekannt vor allem für Fertiggerichte und Würzmittel, gehörte die Marke seit dem Jahr 2000 zum Unilever-Portfolio – zusammen mit anderen Marken wie Hellmann's, Pfanni und Mondamin.
Unilevers Entscheidung, einen Verkauf zu prüfen, passt in die Strategie des Konzerns, seine Geschäftsbereiche zu straffen. Der in Maryland ansässige Weltmarktführer für Gewürze und scharfe Saucen, McCormick, sieht in Knorr eine große Chance. Mit einem Jahresumsatz von knapp sieben Milliarden Dollar und 14.000 Mitarbeitern könnte das Unternehmen seine Marktposition durch die Übernahme deutlich ausbauen.
Aktuelle Finanzdaten zur Performance von Knorr in Deutschland liegen nicht öffentlich vor. Verfügbare Berichte konzentrieren sich eher auf Krankenhausfinanzen als auf Lebensmittelmarken, sodass Vergleiche mit Konkurrenten wie Pfanni oder Maggi schwierig sind.
Der Verkauf würde das Ende von Unilevers 24-jähriger Ära als Knorr-Eigentümer markieren. Sollte die Übernahme gelingen, würde McCormick eine der bekanntesten deutschen Lebensmittelmarken übernehmen. Über den endgültigen Kaufpreis und den Zeitplan schweigt man sich bisher aus.






