Mercedes-Benz bleibt Stuttgart treu – trotz Druck aus den USA
Dietlind Grein GrothMercedes-Benz bleibt Stuttgart treu – trotz Druck aus den USA
Mercedes-Benz hat sich dem Druck der Trump-Regierung widersetzt, seinen Hauptsitz von Stuttgart in die USA zu verlegen. Trotz finanzieller Anreize und direkter Appelle blieb der deutsche Automobilhersteller in seiner Heimat. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Aktivitäten in den USA weiter aus – mit neuen Projekten in Georgia und Alabama.
Ende 2019 hatte die Trump-Administration Mercedes-Benz dazu gedrängt, seinen globalen Hauptsitz in die USA zu verlegen. Der damalige Handelsminister Howard Lattner wandte sich persönlich an CEO Ola Källenius und warb für den Umzug. Die US-Regierung bot im Rahmen des Vorhabens erhebliche Steuererleichterungen und weitere finanzielle Vorteile an.
Der Vorstoß war Teil einer breiter angelegten Handelspolitik, die sich gegen ausländische Automobilhersteller richtete. Dennoch lehnte die Mercedes-Führung die Idee umgehend ab. Källenius, der das Amt des Vorstandsvorsitzenden noch im selben Jahr übernommen hatte, machte deutlich, dass das Unternehmen in Stuttgart bleiben werde.
Trotz der Ablehnung der Verlegung baut Mercedes-Benz seine Präsenz in den USA weiter aus. Ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum soll in Sandy Springs, Georgia, eröffnet werden. Zudem wird das Unternehmen ab 2027 sein GLC-Modell in Tuscaloosa, Alabama, fertigen. Das Werk in Tuscaloosa ist seit Langem ein zentraler Produktionsstandort der Marke in Nordamerika.
Der gescheiterte Verlegungsversuch unterstreicht die Verbundenheit von Mercedes-Benz mit seinen deutschen Wurzeln. Gleichzeitig investiert das Unternehmen massiv in die US-amerikanische Produktion und Innovation. Mit neuen Standorten in Georgia und Alabama wachsen die Aktivitäten des Konzerns in den USA weiter.