17 January 2026, 14:02

Merz will Krankschreibungen und Frühverrentung reformieren – doch die AOK widerspricht

Ein detaillierter architektonischer Plan des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit zahlreichen Drähten und Texten, die den Aufbau beschreiben, einschließlich Räumen, Fluren und anderen Merkmalen.

"Really necessary?" Merz kritisiert hohe Fehlzeiten - Merz will Krankschreibungen und Frühverrentung reformieren – doch die AOK widerspricht

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Besorgnis über den Anstieg von Krankschreibungen und den Trend zu früher Verrentung geäußert. Er forderte dringende Gespräche mit der SPD, um die Politik zu reformieren und die wirtschaftliche Produktivität zu steigern. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der das Kabinett Merz aktuelle Arbeitsmarktpraktiken überprüft.

Merz kritisierte die derzeit durchschnittlich 14,5 Krankheitstage pro Arbeitnehmer und Jahr. Er hinterfragte die Wirksamkeit der seit 2021 eingeführten telefonischen Krankschreibungen, deren Abschaffung seine Partei nun anstrebt. Seiner Meinung nach könnte dieses System zu unnötigen Fehlzeiten bei Arbeitnehmern online beitragen.

Die Krankenkasse AOK widersprach dieser Einschätzung und argumentierte, dass telefonische Krankschreibungen die Fehlzeiten nicht signifikant erhöhten. Die Debatte ist Teil einer breiteren Diskussion über Produktivität am Arbeitsplatz und Anwesenheitsquoten. Unterdessen hat die Rentenkommission Vorschläge unterbreitet, um Frühverrentungen unattraktiver zu machen. Ihre Empfehlungen zielen darauf ab, Anreize zu schaffen, damit Menschen länger im Berufsleben bleiben. Merz unterstützt diese Maßnahmen und betont die Notwendigkeit, die Wirtschaftsleistung durch eine aktivere Belegschaft zu stärken.

Das Kabinett Merz prüft nun Reformen der Krankschreibungsregeln und der Rentenpolitik. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnten sie die Art und Weise verändern, wie Arbeitnehmer Krankheiten melden und wann sie in Rente gehen. Bevor Entscheidungen fallen, werden die Vorschläge voraussichtlich weiter diskutiert.