Mittelalterlicher Münzschatz mit 1.600 Silbertalern in Glottertal entdeckt
Hiltraud HamannMittelalterlicher Münzschatz mit 1.600 Silbertalern in Glottertal entdeckt
Bei Bauarbeiten an einer Baustelle in Glottertal hat ein Arbeiter zufällig einen seltenen mittelalterlichen Münzschatz entdeckt. Claus Völker stieß in der Nähe eines Schwimmbads auf den Fund, der sich als etwa 1.600 Münzen aus dem Jahr 1320 entpuppte. Die Entdeckung sorgt bereits jetzt für Aufsehen unter Historikern und Archäologen.
Der Fund gelang Völker, als er im Erdreich ungewöhnliche "kleine Metallplättchen" bemerkte. Dank seiner schnellen Reaktion kamen Münzen aus verschiedenen Prägestätten ans Licht, darunter Breisach, Zofingen und Freiburg – Orte, die sich über das heutige Deutschland, die Schweiz und Frankreich verteilen.
Die Münzen besitzen einen beträchtlichen historischen Wert: Zu ihrer Entstehungszeit hätte ihr Gegenwert etwa 150 Schafe gekauft werden können. Damit übertrifft der Fund deutlich einen ähnlichen Schatz aus dem Jahr 2016 in der Schweiz, wo Münzen aus dem 13. Jahrhundert entdeckt wurden, deren Wert gerade einmal für 25 Schafe gereicht hätte. Experten hoffen, dass der aktuelle Fund neue Erkenntnisse über den mittelalterlichen Münzumlauf, Prägemethoden und den regionalen Silberhandel liefert. Glottertal selbst blickt auf eine lange Bergbautradition zurück – ein Hinweis darauf, dass noch weitere verborgene Schätze auf ihre Entdeckung warten könnten.
Die Münzen werden nun einer eingehenden Untersuchung unterzogen, um weitere Einblicke in die wirtschaftliche Vergangenheit der Region zu gewinnen. Die Analysen könnten auch Aufschluss über Bergbauaktivitäten und Handelsrouten aus dem frühen 14. Jahrhundert geben. Der Fund zeigt einmal mehr, wie alltägliche Bauarbeiten an einer Baustelle zu außergewöhnlichen historischen Entdeckungen führen können.