21 January 2026, 10:18

Mittelbaden plant Milliardenprojekte für bessere Verkehrsanbindung der Industrie

Eine belebte Hauptstraße mit Fahrzeugen, eine Brücke links, Strommasten, Laternen, Bäume, Gebäude mit Namensschildern und eine Tankstelle mit parkenden Autos unter dem Himmel.

Mittelbaden plant Milliardenprojekte für bessere Verkehrsanbindung der Industrie

Lokale Verantwortliche und Verkehrsvertreter trafen sich in dieser Woche, um zentrale Infrastrukturprojekte in Mittelbaden voranzutreiben. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Entlastung von Verkehrsengpässen und die Verbesserung der Anbindungen für das industrielle Herzstück der Region. Besonders im Fokus: der Ausbau des Autobahnkreuzes Rastatt-Nord und der Bau einer neuen südlichen Umgehungsstraße.

An den Beratungen nahmen Vertreter der Mobilitätskommunen Mittelbaden teil, darunter Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann und Sylvia Felder, Präsidentin des Regierungspräsidiums. Die Region ist mit rund 25.000 Arbeitsplätzen in der Automobil- und Zuliefererindustrie ein wichtiger Wirtschaftsmotor – effiziente Verkehrsverbindungen sind daher von entscheidender Bedeutung.

Die Pläne für die südliche Rastatter Umgehungsstraße nehmen konkrete Formen an: Das Genehmigungsverfahren soll Mitte 2024 starten. Parallel dazu wird der Ausbau des Autobahnkreuzes Rastatt-Nord voraussichtlich Anfang 2026 in die formelle Planfeststellung gehen, gefolgt von einer Bürgerbeteiligung. Zudem läuft derzeit eine Machbarkeitsstudie zur Anbindung des Zentralklinikums Mittelbaden an das Schienennetz der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) – die Ergebnisse werden bis Ende nächsten Jahres erwartet.

Minister Hermann forderte die Kommunen auf, grenzüberschreitende Projekte im Schienen- und Radverkehr stärker voranzutreiben. Zudem betonte er die Notwendigkeit, dass Hersteller europaweit einheitliche Ladelösungen für Elektro-Lkw entwickeln. Das Land stellt bereits Flächen für Schnellladestationen entlang der Straßen bereit und hat ein Förderprogramm aufgelegt, um Unternehmen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur zu unterstützen.

Alle Beteiligten einigten sich darauf, die regionalen Bedürfnisse weiter zu diskutieren und mit landesweiten Prioritäten sowie einem geplanten Sonderinfrastrukturfonds in Einklang zu bringen.

Das Treffen markiert einen klaren Fahrplan für die Verkehrsprojekte in Mittelbaden: Die Zeitpläne für Umgehungsstraße und Autobahnkreuz sind nun festgelegt, während Studien und Fördermittel den Weg für umweltfreundlichere Mobilität ebnen sollen. Weitere Gespräche sollen sicherstellen, dass die Pläne mit den übergeordneten Zielen des Landes und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit abgestimmt werden.