01 February 2026, 04:38

Nationaltheater Mannheim wagt Musical über Xavier Naidoo und Kanye West

Ein altes Buch mit einer Zeichnung einer Gruppe von Musikern auf dem Cover, das Text und einen Stempel unten enthält.

Xavier Naidoo und Kanye West - Zwei Biografien als Musical - Nationaltheater Mannheim wagt Musical über Xavier Naidoo und Kanye West

Ein neues Musical über die Leben von Xavier Naidoo und Kanye West entsteht am Nationaltheater Mannheim

Unter dem Titel Freisein entwickelt das Nationaltheater Mannheim ein Musical, das sich mit der fiktiven Geschichte eines deutschen Stars mit Migrationshintergrund beschäftigt, der sich in rechtsextreme Verschwörungstheorien verstrickt. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Fonds für kulturelle Bundesprojekte.

Im Mittelpunkt der Produktion steht eine halb-fiktive Erzählung, die Elemente aus den umstrittenen Karrieren beider Künstler verbindet. Naidoo geriet in die Kritik, weil er Kontakte zu Reichsbürgern pflegte, QAnon-Theorien verbreitete und umstrittene Aussagen zur Coronavirus-Pandemie tätigte. Später veröffentlichte er ein Video, in dem er sich für sein Verhalten entschuldigte und einräumte, von Verschwörungstheorien beeinflusst worden zu sein.

Kanye Wests Geschichte ist geprägt von wiederholten Vorwürfen wegen rassistischer und antisemitischer Äußerungen. Anders als bei Naidoo gibt es in Wests Karriere jedoch kein einzelnes Ereignis, das als prägend für sein künstlerisches oder gesellschaftliches Wirken gilt.

Regisseurin Joana Tischkau leitet die Adaption, die noch in Arbeit ist. Das Theater hat bisher weder einen Premiere-Termin noch weitere Besetzungsdetails bekannt gegeben.

Freisein wird sich mit Themen wie Einfluss, Ideologie und Identität durch die Figur des fiktiven Protagonisten auseinandersetzen. Die Entwicklung der Produktion markiert das erste Mal, dass ein großes deutsches Theater sich direkt von den Leben dieser beiden polarisierenden Persönlichkeiten inspirieren lässt. Die Förderung durch den Fonds für kulturelle Bundesprojekte sichert die Weiterarbeit unter Tischkaus Regie.