08 February 2026, 08:24

Neue Designerdroge Cychlorphin alarmiert Baden-Württemberg – Behörden unter Druck

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem markierten Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der zusätzliche Informationen über die Stadt liefert.

Wird 'Drug Checking' in Baden-Württemberg zugelassen? - Neue Designerdroge Cychlorphin alarmiert Baden-Württemberg – Behörden unter Druck

Gefährliche neue Designerdroge Cychlorphin alarmiert Baden-Württemberg – Behörden drängen auf schnelle Einführung von Drug-Checking

In Baden-Württemberg sorgt eine gefährliche neue Designerdroge namens Cychlorphin für Besorgnis. Die Behörden setzen sich nun für die zügige Einführung legaler Drug-Checking-Angebote ein, bei denen Nutzer:innen Substanzen auf schädliche Inhaltsstoffe testen lassen können – ein potenziell lebensrettendes Angebot.

Vier Bundesländer haben bereits auf Basis des geltenden Bundesrechts entsprechende Programme umgesetzt: Berlin startete 2023 ein laborbasiertes Testprojekt, Mecklenburg-Vorpommern schuf 2024 rechtliche Rahmenbedingungen für Veranstaltungen wie das Fusion Festival, Nordrhein-Westfalen erlaubt Tests in Drogenkonsumräumen, und Schleswig-Holstein verabschiedete Ende 2024 einen Entwurf für eine entsprechende Verordnung.

Grundlage dafür ist Paragraf 10b des Betäubungsmittelgesetzes, der seit 2023 Modellprojekte zur Substanzanalyse ermöglicht. Baden-Württemberg hat jedoch noch kein eigenes System eingeführt. Zwar hat das Sozialministerium einen Verordnungsentwurf vorgelegt, dieser wird jedoch noch geprüft – und das kurz vor der Landtagswahl am 8. März.

Das Innenministerium hat den Vorschlag bisher nicht genehmigt. Ohne legales Drug-Checking fehlt Nutzer:innen in der Region der Zugang zu möglicherweise lebenswichtigen Informationen über die Substanzen, die sie konsumieren.

Durch die Verzögerung in Baden-Württemberg bleibt unklar, ob gefährliche Drogen wie Cychlorphin überhaupt erkannt werden können. Andere Bundesländer haben unter den bestehenden bundesweiten Regelungen bereits Testangebote eingeführt. Das Ergebnis der anstehenden Wahl könnte entscheiden, ob das Land nachzieht.