Neue Ver.di-Streiks im öffentlichen Dienst Baden-Württembergs drohen diese Woche
Hiltraud HamannNeue Ver.di-Streiks im öffentlichen Dienst Baden-Württembergs drohen diese Woche
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Baden-Württembergs bereiten sich auf neue Streiks vor
In dieser Woche stehen im Südwesten Deutschlands erneute Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Sektor bevor. Die Gewerkschaft Ver.di hat zu Streiks in mehreren Städten aufgerufen, nachdem es bereits zuvor Proteste in Stuttgart und Karlsruhe gegeben hatte. Die Forderungen umfassen höhere Löhne, bessere Schichtzuschläge sowie die Übernahme von Auszubildenden in Festanstellungen.
Die Streiks beginnen am Dienstag in Esslingen und weiten sich am Mittwoch auf Tübingen, Karlsruhe und Mannheim aus. In Tübingen werden wichtige Einrichtungen wie die Eberhard Karls Universität Tübingen, das Studentenwerk und das Kommunale Bildungs- und Forschungszentrum (KBF) betroffen sein. Für 10 Uhr ist eine Kundgebung auf dem Geschwister-Scholl-Platz vor der Universität geplant.
Ver.di pocht auf eine monatliche Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes. Für Nachwuchskräfte fordert die Gewerkschaft zusätzlich 200 Euro im Monat. Zudem sollen die Schichtzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die automatische Übernahme von Auszubildenden nach Abschluss ihrer Ausbildung. Jonas Weber, Bezirksgeschäftsführer von Ver.di für die Region Fils-Neckar-Alb, forderte die Arbeitgeber auf, im nächsten Verhandlungsdurchgang ein faires Angebot vorzulegen. Hanna Binder, stellvertretende Landesbezirksvorsitzende von Ver.di, betonte die unverzichtbare Arbeit der Beschäftigten im öffentlichen Sektor. Die Gewerkschaft rechnet mit der Beteiligung mehrerer hundert Mitarbeiter an den Arbeitskampfmaßnahmen.
Die Warnstreiks folgen wochenlangen Verhandlungen ohne Durchbruch. Ver.di besteht auf bessere Bezahlung, höhere Schichtzulagen und mehr Jobsecurity für Auszubildende. Sollte in den anstehenden Gesprächen keine Einigung erzielt werden, drohen weitere Beeinträchtigungen.