Neuer Ferrari-Chef Leiters kämpft mit schwachen Absätzen und unklaren Börsenaussichten
Sylke SchmiedtNeuer Ferrari-Chef Leiters kämpft mit schwachen Absätzen und unklaren Börsenaussichten
Dr. Michael Leiters übernahm im Januar 2026 die Geschäftsführung des Automobilkonzerns. Das Unternehmen durchlebte ein schwieriges Jahr 2025 mit einem Rückgang der weltweiten Auslieferungen um 10 Prozent und einem deutlichen Einbruch auf dem chinesischen Markt. Dennoch hat sich der Aktienkurs nach einem Tief zu Beginn des Jahres wieder erholt.
Im Jahr 2025 lieferte das Unternehmen 279.449 Fahrzeuge aus – weniger als im Vorjahr. Elektrifizierte Modelle machten 34,4 Prozent der Verkäufe aus, rein elektrische Fahrzeuge kamen auf 22,2 Prozent. Allerdings schwächte sich die Performance in China spürbar ab: Die Absatzzahlen sanken um 26 Prozent auf 41.938 Einheiten.
Anfang Januar 2026 war der Aktienkurs des Konzerns um 7 Prozent eingebrochen. Seither hat er sich wieder gefangen und pendelt sich bei einer Marktkapitalisierung von rund 39 Milliarden Euro ein. Analysten bewerten das Unternehmen weiterhin unterschiedlich und setzen Kursziele zwischen 45 und 50 Euro an. Mehrere Großbanken, darunter Barclays, JPMorgan und Morgan Stanley, stuften deutsche Unternehmen wie Lanxess, BASF, Südzucker, Henkel und FMC Fresenius Medical Care im Januar als "Underweight" ein. Der Automobilkonzern war nicht darunter, doch auch seine Aussichten bleiben unter der neuen Führung gemischt.
Seit Januar 2026 steht das Unternehmen unter der Leitung von Dr. Michael Leiters. Zwar hat sich der Aktienkurs erholt, doch der Rückgang bei den Auslieferungen und die schwache Entwicklung in China stellen weiterhin Herausforderungen dar. Die Einschätzungen der Analysten zur Zukunft des Konzerns fallen nach wie vor unterschiedlich aus.