13 January 2026, 04:13

Neues Beratungszentrum in Göppingen setzt auf Gewaltprävention für Frauen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer Zeichnung von drei Frauen in Kleidern, umgeben von Pflanzen und Vorhängen, mit dem Text "Journal des Demoiselles, Paris, Boulevard des Mafenas" unten.

Neues Beratungszentrum in Göppingen setzt auf Gewaltprävention für Frauen

In Göppingen hat ein neues Beratungszentrum für Frauen gegen Gewalt seine Türen geöffnet. Die Einrichtung bietet frühzeitige, niedrigschwellige Hilfe an, um Gewalt zu stoppen, bevor sie eskaliert. Im Gegensatz zu Frauenhäusern oder Krisenzentren liegt der Fokus hier auf Prävention statt auf akuter Intervention.

Betrieben wird das Zentrum von der Frauen- und Kinderhilfe Göppingen – nicht von der Stadtverwaltung. Es arbeitet unabhängig und erhält keine Mittel aus dem Stadthaushalt. Stattdessen übernehmen zwei private Stiftungen sämtliche laufenden Kosten.

Ab dem kommenden Jahr wird die Einrichtung jedoch Anspruch auf regelmäßige staatliche Fördergelder haben. Diese Änderung wurde in einer Richtigstellung klargestellt, die am 12. Dezember 2025 im offiziellen Amtsblatt Geppo der Stadt Göppingen veröffentlicht wurde. Darin hieß es, dass es sich bei dem Zentrum nicht um ein kommunales Angebot handelt und es keine städtischen Gelder erhält.

Das Zentrum setzt auf einen anderen Ansatz als klassische Hilfsangebote: Es zielt auf frühe Anzeichen von Gewalt ab. Während die Finanzierung zunächst privat erfolgte, wird sie künftig auch öffentliche Zuschüsse umfassen. Die Korrektur im Geppo sorgte dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger den unabhängigen Status der Einrichtung verstehen.