14 January 2026, 19:22

Neues digitales Grenzkontrollsystem startet am Bodensee-Flughafen im Januar 2026

Eine Karte von Europa, die den Antwerpener Flughafen hervorhebt, mit Flugdetails wie Ziel, Abflug- und Ankunftszeiten sowie Reisezeit.

Neues digitales Grenzkontrollsystem startet am Bodensee-Flughafen im Januar 2026

Am Flughafen Friedrichshafen am Bodensee wird ein neues digitales Grenzkontrollsystem eingeführt. Ab dem 15. Januar 2026 wird das europäische Einreise-Ausreise-System (EES) die Ein- und Ausreisen von Nicht-EU-Reisenden in Europa registrieren. Mit der Umstellung sollen die Sicherheit erhöht und die Kontrollen an den Außengrenzen des Schengen-Raums effizienter gestaltet werden.

Das EES betrifft Drittstaatsangehörige, die für Kurzaufenthalte in die Schengen-Zone in Europa einreisen – unabhängig davon, ob sie visumfrei unterwegs sind oder ein Kurzaufenthaltsvisum besitzen. Das System erfasst Passdaten, biometrische Merkmale sowie Datum und Ort jeder Ein- und Ausreise. Nach Angaben der Behörden soll dies helfen, illegale Überaufenthalte in Europa zu erkennen und Identitätsbetrug einzudämmen.

Die Zollverwaltung Baden-Württemberg ist für die Grenzkontrollen am Flughafen Friedrichshafen zuständig. Für Reisende aus der EU, Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz ändert sich nichts – für diese Gruppen bleiben die Abläufe unverändert. Die Flughafen Friedrichshafen GmbH und die Bundespolizei arbeiten eng zusammen, um eine reibungslose Einführung zu gewährleisten. Der Flughafen hat Maßnahmen ergriffen, um Wartezeiten zu verkürzen und Passagiere durch das neue Verfahren zu führen.

Die Einführung des EES markiert einen Schritt hin zu einer strengeren digitalen Überwachung an den Schengen-Grenzen in Europa. Nicht-EU-Bürger müssen künftig bei der Ein- und Ausreise über Friedrichshafen automatisierte Kontrollen durchlaufen. Die Behörden betonen, dass das System die Sicherheit stärken werde, ohne den Reiseablauf unnötig zu beeinträchtigen.