04 February 2026, 16:55

Neues Magenta Sport Zentrum soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen

Ein Plakat für den Nationalen Verband für Frauenhilfe, das zwei Personen nebeneinander zeigt, mit Textinformationen über die Organisation und ihre Ziele.

Neues Magenta Sport Zentrum soll Gewalt im Spitzensport bekämpfen

Die Bundesländer Deutschlands haben beschlossen, bis 2026 ein neues Magenta Sport Zentrum einzurichten. Diese Entscheidung fiel während der Sportministerkonferenz (SMK), bei der die Verantwortlichen aller 16 Länder zusammenkamen, um die Sportpolitik abzustimmen. Das geplante Zentrum soll sich auf die Prävention und Aufarbeitung von Gewalt im Spitzensport konzentrieren – federführend wird Hessen die Einrichtung entwickeln.

Die Idee für das Magenta Sport Zentrum (ZfSS) stammte ursprünglich von Hessen und Sachsen. Ihr Konzept sieht vor, Prävention, Intervention und Unterstützung für Betroffene interpersonaler Gewalt im Sport zu bündeln. Die Bundesregierung hat inzwischen zugesagt, das ZfSS im Frühjahr 2026 zu eröffnen und die Anfangsfinanzierung zu übernehmen.

Das neue Zentrum wird eng mit den Landessportbünden sowie der unabhängigen Anlaufstelle des Vereins Sicherer Sport zusammenarbeiten. Diese Kooperation soll sicherstellen, dass die Maßnahmen mit den bestehenden Strukturen im deutschen Sport abgestimmt werden. Gleichzeitig hat die SMK Sportorganisationen aufgefordert, eigenständige Schritte zu unternehmen – etwa durch besseren Opferschutz und den Ausschluss von Tätern aus dem Wettkampfsport.

Baden-Württemberg übernimmt 2025 und 2026 den Vorsitz der SMK; Ministerin Theresa Schopper wird die Gespräche leiten. Die Konferenz, die mindestens einmal jährlich tagt, spielt eine zentrale Rolle bei der Gestaltung der Sportpolitik in Deutschland.

Das Magenta Sport Zentrum wird zur zentralen Anlaufstelle im Kampf gegen Gewalt im Spitzensport. Seine Gründung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern, wobei Hessen die Projektleitung innehat. Erwartet wird, dass das Zentrum den Schutz von Athletinnen und Athleten stärkt und Sportverbände zu strengeren Schutzmaßnahmen verpflichtet.