Orkan "Goretti" legt Nordeuropa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und gestrichene Züge
Sylke SchmiedtOrkan "Goretti" legt Nordeuropa lahm: Schneechaos, Stromausfälle und gestrichene Züge
Sturm „Goretti“, auch „Elli“ genannt, fegt mit Orkanböen und heftigem Schneefall über Nordeuropa
Der schwere Sturm hat den Verkehr lahmgelegt, die Stromversorgung unterbrochen und große Veranstaltungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien beeinträchtigt.
Zunächst traf „Goretti“ den Norden Frankreichs und zwang das Kernkraftwerk Flamanville aus Sicherheitsgründen zur vorübergehenden Abschaltung. Rund 380.000 Haushalte waren ohne Strom, als der Sturm durch den Nordwesten des Landes zog.
In Deutschland führte der Sturm zu heftigen Schneeverwehungen, woraufhin die Deutsche Bahn sämtliche Fernverkehrszüge im Norden strich. Wichtige Strecken wie die Ost-West-Verbindung Berlin–Hannover–Ruhrgebiet sowie die Nord-Süd-Achse Hamburg–Hannover–Frankfurt bleiben voraussichtlich bis Sonntag gesperrt.
Aufgrund starker Schneefälle musste zudem das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und RB Leipzig abgesagt werden. Gleichzeitig stellte der Flughafen Birmingham wegen fast weißer Sichtverhältnisse den Betrieb ein.
Wie der Meteorologe David Menzel betonte, sei der Sturm trotz der extremen Warnungen für diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Das Kreuzfahrtschiff AIDAnova musste seine Route ändern und den geplanten Stopp in Southampton wegen der gefährlichen Wetterbedingungen auslassen.
Tausende Haushalte in Frankreich sind weiterhin ohne Strom, während in Deutschland und Großbritannien die Verkehrsnetze weitgehend zum Erliegen gekommen sind. Mit nachlassendem Sturm sollen die Dienste schrittweise wieder aufgenommen werden – mit Verzögerungen und Ausfällen ist jedoch noch bis ins Wochenende zu rechnen.






