Osnabrücker Karneval bricht Tradition: Erstmals zwei Prinzen – einer mit ausländischem Pass
Dietlind Grein GrothOsnabrücker Karneval bricht Tradition: Erstmals zwei Prinzen – einer mit ausländischem Pass
Zum ersten Mal in seiner Geschichte hat das Osnabrücker Karnevalsbürgerkomitee zwei Prinzen als sein königliches Duo gekrönt. Die Entscheidung stellt einen Bruch mit der Tradition dar – einer der neuen Prinzen besitzt einen ausländischen Pass. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter begrüßte den Wandel als Zeichen von Offenheit und Festfreude.
Prinz Yut I., in Thailand geboren, ist der erste Passinhaber eines fremden Landes, der diese Rolle übernimmt. Seine Wahl gemeinsam mit einem zweiten Prinzen schafft ein beispielloses Herrscherpaar für das Fest. Noch nie zuvor hatte das Komitee zwei Prinzen gleichzeitig ernannt.
Bei der Bekanntgabe bezeichnete Pötter den Moment als perfekt für ein solches Duo. Sie beschrieb ihre gemeinsame Regentschaft als ein "wunderschönes Symbol für den Karneval", das beweise, dass Freude die Menschen auch in schwierigen Zeiten verbinden könne. Die Oberbürgermeisterin betonte zudem die Bedeutung von Freiheit und fügte hinzu: "Wir haben die Freiheit, dass jeder sein darf, wer er wirklich ist."
Das neue Königspaar wird die diesjährigen Karnevalsfeierlichkeiten in Osnabrück anführen. Ihre Wahl spiegelt einen Wandel der Tradition wider – hin zu mehr Vielfalt und gemeinsamer Feierkultur. Das Fest geht nun mit zwei Prinzen an der Spitze in eine neue Runde.






