Özdemir fordert Sicherheitskonzept für 'unsichere Orte'
Özdemir fordert Sicherheitkonzept für „unsichere Orte“
Teaser: Cem Özdemir (Grüne) will die Sicherheit im öffentlichen Raum stärken – „notfalls auch mit robusten Maßnahmen“. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für sichere öffentliche Räume.“
20. Dezember 2025, 23:01 Uhr
Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir hat neue Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Sicherheit in Deutschland vorgeschlagen. Statt eines flächendeckenden Feuerwerksverbots plädiert er für die Einrichtung von feuerswerkfreien Zonen in Städten. Seine Pläne umfassen zudem den Ausbau KI-gestützter Überwachungssysteme, um Risikobereiche gezielter zu überwachen.
Özdemir, Mitglied der Grünen, betonte die Notwendigkeit einer klaren Strategie, um die Sicherheit in öffentlichen Räumen zu gewährleisten. Gleichzeitig bezog er Stellung zu aktuellen politischen Entwicklungen, darunter seine weiterhin bestehende Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Grünen-Politiker Boris Palmer.
Seine Sicherheitsvorschläge setzen auf gezielte Einschränkungen statt auf pauschale Verbote. Feuerwerksfreie Zonen in Ballungsräumen sollen seiner Ansicht nach Risiken verringern, ohne Feste komplett zu unterbinden. Parallel dazu will er Pilotprojekte mit KI-basierter Videoüberwachung ausweiten – ähnlich wie bereits in Mannheim und Hamburg erprobt. Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) sieht den Hamburger Modellversuch als mögliche Blaupause für eine bundesweite Einführung.
Der Minister forderte zudem ein umfassendes Konzept zur Absicherung öffentlicher Räume, darunter strengere Regeln für die Überwachung gefährdeter Orte. Er unterstrich, dass Behörden im Zweifel „entschlossen handeln“ müssten, um die Sicherheit zu wahren.
In politischen Fragen bekräftigte Özdemir, trotz Palmers Austritt aus der Partei weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten. Er verteidigte dessen umstrittene Haltung zu offiziellen Geburtstagsgrüßen mit dem Hinweis, dass Betroffene solche Mitteilungen problemlos abbestellen könnten. Özdemirs Äußerungen deuten auf einen pragmatischen Kurs in Sicherheitsfragen wie auch in der innerparteilichen Zusammenarbeit hin.
Die Pläne sehen feuerswerkfreie Zonen in Städten vor, kombiniert mit dem Ausbau KI-gestützter Überwachung in Gefahrenbereichen. Özdemirs Ansatz zielt darauf ab, öffentliche Sicherheit mit praktikabler Umsetzung in Einklang zu bringen. Seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Palmer signalisiert dabei Kontinuität – selbst in Zeiten politischer Umbrüche.