13 March 2026, 00:12

Porsche kämpft 2025 mit Gewinneinbruch und sinkenden Auslieferungen trotz Elektrooffensive

Ein weißer Porsche Taycan Turbo S E-Hybrid wird auf der IAA in Frankfurt umgeben von schwarzen Schlafzimmermöbelsets gezeigt.

Porsche kämpft 2025 mit Gewinneinbruch und sinkenden Auslieferungen trotz Elektrooffensive

Porsche durchlebte 2025 ein schwieriges Jahr mit deutlichem Rückgang bei Gewinnen und Auslieferungen

Der Sportwagenhersteller verzeichnete einen spürbaren Einbruch bei Umsatz und operativem Ergebnis – trotz der Markteinführung neuer Modelle wie dem 911 Turbo S und einer vollelektrischen Version des Cayenne.

Die Verschlechterung der Kennzahlen ist vor allem auf hohe Restrukturierungskosten und externe Belastungen zurückzuführen. Dennoch stieg der Anteil rein elektrischer Fahrzeuge an den Gesamtauslieferungen auf 22,2 Prozent.

Finanzergebnisse 2025: Deutliche Rückgänge in zentralen Bereichen Die Konzernumsätze sanken auf 36,27 Milliarden Euro, während das operative Ergebnis auf nur noch 413 Millionen Euro einbrach – ein markanter Gegensatz zu den Vorjahren. Die operative Umsatzrendite lag bei 1,1 Prozent, die EBITDA-Marge im Autogeschäft bei 13,3 Prozent.

Auch die Auslieferungen gingen zurück: Mit 279.449 Fahrzeugen verzeichnete Porsche einen Rückgang um 10,1 Prozent gegenüber 2024. In China, einem der wichtigsten Absatzmärkte, brachen die Verkäufe um 25 Prozent auf rund 41.900 Einheiten ein. Trotz dieser Entwicklung stieg der Anteil vollelektrischer Modelle auf 22,2 Prozent der Gesamtauslieferungen.

Belastungen durch Sonderaufwendungen in Milliardenhöhe Außerplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro verschärften die Lage. Davon entfielen 2,4 Milliarden Euro auf Anpassungen der Produktstrategie, 700 Millionen Euro auf batteriebezogene Kosten und weitere 700 Millionen Euro auf US-Zölle. Die Netto-Cashflow-Marge im Autogeschäft blieb mit 1,51 Milliarden Euro und einer Marge von 4,7 Prozent jedoch positiv.

Ausblick 2026: Neue emotionale Modellvarianten und verbesserte Margen Für das kommende Jahr plant Porsche die Einführung neuer emotionaler Derivate. Das Unternehmen erwartet eine verbesserte operative Umsatzrendite auf Konzernebene von 5,5 bis 7,5 Prozent sowie eine Netto-Cashflow-Marge von 3 bis 5 Prozent im Autogeschäft. Mit der Berufung des neuen Vorstandsvorsitzenden Michael Leiters sollen die Weichen für eine Stabilisierung gestellt werden. Zudem wird eine mögliche Verlagerung von Produktionskapazitäten in die USA geprüft.

Fazit: 2025 als Jahr der Herausforderungen – Elektrooffensive als Hoffnungsträger Die Bilanz für 2025 zeigt ein von sinkenden Absatzzahlen, hohen Kosten und Umstrukturierungsmaßnahmen geprägtes Jahr. Doch mit dem Fokus auf Elektromobilität und neuen Modellreihen setzt Porsche auf eine Erholung im Jahr 2026.

Die Finanzprognosen deuten auf eine optimistischere Entwicklung hin: Gezielte Verbesserungen bei der operativen Rendite und den Cashflow-Margen stehen im Mittelpunkt. Führungswechsel und strategische Anpassungen werden dabei eine entscheidende Rolle für die zukünftige Ausrichtung der Marke spielen.

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