Porsche kämpft mit Milliardenverlusten und drohenden Stellenstreichungen bis 2030
Dietlind Grein GrothPorsche-Management strebt weitere massive Einsparungen an - Porsche kämpft mit Milliardenverlusten und drohenden Stellenstreichungen bis 2030
Porsche steht vor einem drastischen Gewinnrückgang, nachdem das Unternehmen seinen Fokus wieder auf Verbrennungsmotoren verlegt hat. Der Strategiewechsel hat den Sportwagenhersteller bereits Milliarden gekostet und zwingt zu tiefgreifenden Sparmaßnahmen in den deutschen Werken. Die Belegschaft fürchtet nun um ihre Arbeitsplätze, da die aktuellen nachrichten über Beschäftigungssicherungen 2030 auslaufen.
Die finanzielle Belastung wurde bis Mitte September 2023 offenkundig: Die Umstrukturierungskosten beliefen sich auf 3,1 Milliarden Euro. Bereits im Juli hatte der damalige Vorstandsvorsitzende Oliver Blume eine neue Sparrunde angekündigt, um im gesamten Konzern Einsparungen zu erzielen. Das Unternehmen hatte bereits im Februar 2023 Pläne vorgestellt, bis 2029 unter sozialverträglichen Bedingungen 1.900 Stellen abzubauen.
Porsches jüngste Vorschläge gehen noch weiter. Geplant sind die Auslagerung von Produktionslinien und Betriebseinheiten, der Wegfall von Einmalprämien und Jubiläumszahlungen sowie ein abbau der Angestelltenzahlen. Auch betriebliche Altersvorsorge, Homeoffice-Regelungen und Arbeitszeiten könnten angepasst werden, um mehr Flexibilität zu schaffen. Besonders betroffen sind das Stammwerk in Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach.
Der Betriebsrat pocht nun auf eine Verlängerung der beschäftigungssicherungen bis mindestens 2035. Rund 23.000 Mitarbeiter profitieren derzeit von Schutzklauseln, die Mitte 2030 auslaufen – und sie damit anfällig für betriebsbedingte Kündigungen machen. Verhandelt wird derzeit über ein neues Zukunftspaket, doch konkrete Forderungen wurden noch nicht öffentlich gemacht.
Mit dem Sparkurs will Porsche seine langfristige Position in einer sich rasant wandelnden Branche sichern. Ohne neue Vereinbarungen könnten Tausende nachrichten aktuell gefährdet sein, sobald die aktuellen Garantien auslaufen. Das Unternehmen betont, dass diese Maßnahmen unverzichtbar seien, um im angesichts anhaltender Herausforderungen wettbewerbsfähig zu bleiben.