11 March 2026, 12:12

Porsche stürzt 2025 in die Krise: E-Mobilität-Fehlkalkulation kostet Milliarden

Ein Porsche 917K Le Mans Rennauto wird in einem Museum ausgestellt, umgeben von anderen Sportwagen und Menschen, mit einer Wand und einem Papier mit Text auf der linken Seite.

Porsche stürzt 2025 in die Krise: E-Mobilität-Fehlkalkulation kostet Milliarden

Porsches Gewinne brachen 2025 ein, nachdem das Unternehmen die Wende zur E-Mobilität falsch eingeschätzt hatte. Die Marke kämpft nun mit sinkenden Absatzzahlen, nachlassender Nachfrage in China und höheren Kosten durch die verlängerte Produktion von Verbrennermotoren. Der Nettogewinn nach Steuern stürzte im vergangenen Jahr um 91,4 Prozent ab – kaum blieb noch ein Überschuss übrig.

Der Sportwagenhersteller verbuchte 2025 einen Nettogewinn von nur noch 310 Millionen Euro, nach 3,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Ein Hauptgrund war die Entscheidung, weiterhin Verbrennungsmotoren zu fertigen, was zu Milliardenkosten führte. Viele Käufer, besonders im Luxussegment, setzen nach wie vor auf benzinbetriebene Modelle – Porsche sah sich gezwungen, den Fokus wieder stärker auf konventionelle Fahrzeuge zu legen.

Die weltweiten Auslieferungen sanken um 10,1 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge, während der Umsatz um 9,5 Prozent auf 36,27 Milliarden Euro zurückging. Den stärksten Einbruch verzeichnete China, wo die Verkäufe um 26 Prozent auf rund 41.000 Einheiten einbrachen. Noch 2021 war das Land mit fast 100.000 verkauften Fahrzeugen Porsches größter Markt. Wirtschaftliche Schwäche und die Konkurrenz günstigerer chinesischer E-Autos haben die Nachfrage nach Luxusimporten schrumpfen lassen.

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Für 2026 rechnet Porsche mit einem weiteren Absatzrückgang. Dennoch erwartet das Unternehmen, dass sich die Rentabilität auf über fünf Prozent erholen wird – dank Sparmaßnahmen und einer ausgewogeneren Produktpalette.

Die finanziellen Probleme des Herstellers zeigen die Risiken auf, die mit Fehleinschätzungen von Markttendenzen einhergehen. Porsche steht nun vor höheren US-Zöllen, schwächerer Nachfrage aus China und den Kosten für die Aufrechterhaltung der Verbrennerproduktion. Die Erholung hängt davon ab, ob es gelingt, sich an veränderte Kundenwünsche anzupassen und gleichzeitig die Ausgaben im Griff zu behalten.

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