Porsche verliert GT3-Mastermind: Sebastian Golz steigt nach acht Jahren aus
Dietlind Grein GrothPorsche verliert GT3-Mastermind: Sebastian Golz steigt nach acht Jahren aus
Porsches langjähriger Projektleiter Sebastian Golz wird das Unternehmen nach der Saison 2025 verlassen. Sein Abschied folgt auf acht Jahre Verantwortung für das Porsche 911 GT3 R-Programm, das in dieser Zeit weltweit auf Rennstrecken große Erfolge feiern konnte. Sein letzter Einsatz als verantwortlicher Leiter wird beim FIA-Weltcup in Macau im November 2025 stattfinden.
Golz trat 2016 bei Porsche ein und übernahm die Leitung des auf dem Porsche 911 basierenden GT3-Rennwagenprojekts. Unter seiner Führung errang der Porsche 911 GT3 RS zahlreiche Siege, darunter ein Klassensieg in der LMGT3-Kategorie bei den 24 Stunden von Le Mans. Zudem sicherte sich Manthey Racing mit demselben Modell die zweite DTM-Fahrermeisterschaft.
2024 gewann AO Racing mit dem Porsche 911 GT3 RS die IMSA-Meisterschaft. Manthey verteidigte darüber hinaus sowohl den Fahrer- als auch den Teamtitel in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Über 100 Einheiten des aktuellen Porsche 911 GT3 RS wurden an Kunden weltweit ausgeliefert. Vor seinem Abschied wird Golz noch ein technisches Update für die Saison 2026 begleiten, das sich auf Optimierungen am Chassis und der Aerodynamik konzentriert. Sein letzter offizieller Auftritt auf der Rennstrecke wird beim FIA-Weltcup in Macau vom 14. bis 16. November 2025 sein.
Golz’ Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen, ist privat motiviert – er möchte sich beruflich neu orientieren. Das Porsche 911 GT3 R-Programm wird mit den geplanten Weiterentwicklungen für 2026 fortgeführt. Sein Abschied markiert das Ende einer erfolgreichen Ära für Porsches GT-Rennsportabteilung.