19 December 2025, 19:59

Projekt zum Schutz von Fischarten und zur Cormoran-Management startet

Mehrere Fische schwimmen in klarem Wasser mit sichtbaren Wasserpflanzen darunter.

Projekt zum Schutz von Fischarten und zur Cormoran-Management startet

Projekt zum Schutz bedrohter Fischarten und Kormoran-Management startet

Die offizielle Website des Landes Baden-Württemberg mit allgemeinen Informationen und aktuellen Nachrichten über das Bundesland sowie Themen aus Politik und Wirtschaft

  1. Dezember 2025

Ein neues grenzüberschreitendes Projekt zum Schutz gefährdeter Fischarten in der Bodensee-Region startet im Januar 2026. Unter der Federführung Baden-Württembergs haben sich acht Partner aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist es, in den nächsten drei Jahren die Bedrohung durch Kormorane einzudämmen und gleichzeitig die Lebensräume der Fische zu verbessern.

Das Vorhaben mit dem Titel „Schutz der Fischarten und Kormoran-Management am Bodensee“ konzentriert sich auf sechs besonders gefährdete Arten: Äsche, Nase, Zingel, Bitterling, Bachschmerle und Bachneunauge. Einige dieser Bestände sind vom Aussterben bedroht, was dringendes Handeln erfordert. Für die Entwicklung praktischer Lösungen wurden 900.000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt.

Geplant sind ökologische Aufwertungen der Fischhabitate sowie technische Maßnahmen zur Reduzierung der Kormoran-Prädation. Ein zentraler Baustein ist ein Pilotprojekt, das Drohnen zur Überwachung und Steuerung von Kormoran-Brutplätzen einsetzt. Zudem soll eine übergreifende internationale Strategie für das Kormoran-Management erarbeitet werden. Unterstützt wird die Zusammenarbeit durch das EU-Programm Interreg und umfasst Bayern, Vorarlberg, die Schweiz und Liechtenstein. Jeder Partner bringt dabei Fachwissen ein, um die grenzüberschreitenden Herausforderungen zu bewältigen.

Die auf drei Jahre angelegte Initiative läuft bis 2029 und soll mit ihren Ergebnissen langfristige Naturschutzmaßnahmen vorantreiben. Die Empfehlungen des Projekts werden künftige Politiken zum Fischartenschutz und Kormoran-Management prägen. Die Erkenntnisse könnten auch als Modell für ähnliche Ökosysteme mit vergleichbaren Bedrohungen dienen.