Q.ANT revolutioniert KI-Rechenzentren mit 80-Millionen-Dollar-Investition
Hiltraud HamannQ.ANT revolutioniert KI-Rechenzentren mit 80-Millionen-Dollar-Investition
Q.ANT, ein Stuttgarter Deep-Tech-Unternehmen, sichert sich 80 Millionen US-Dollar in neuer Finanzierungsrunde
Das in Stuttgart ansässige Technologieunternehmen Q.ANT hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das Unternehmen spezialisiert sich auf photonische Quanten-Sensoren und Rechenchips, die künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen (HPC) deutlich energieeffizienter machen sollen. Gründer und CEO Dr. Michael Förtsch verwies auf die wachsende Belastung durch KI für globale Energie- und Hardwareressourcen als zentralen Treiber für die Technologie.
Dr. Förtsch gründete Q.ANT 2018 nach seiner Promotion in Mathematik und Physik am Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts. Die photonischen Prozessoren des Unternehmens nutzen Licht statt herkömmlicher Elektronik und versprechen so deutliche Effizienz- und Leistungssteigerungen.
Der neu vorgestellte Native Processing Server (NPS) fungiert als Plug-in-Coprozessor für bestehende Rechenzentren. Er bietet eine 16-Bit-Gleitkomma-Genauigkeit, die mit modernen Digitalprozessoren vergleichbar ist, behält dabei aber die Vorteile analoger Berechnungen. Tests zeigen, dass das System bis zu 30-mal energieeffizienter arbeiten und gleichzeitig die Verarbeitungsgeschwindigkeit um das 50-Fache steigern kann.
Zu den Investoren dieser Series-A-Runde zählen unter anderem die Duquesne Family Office, CherryVentures, UVC Partners und TRUMPF. Die Mittel sollen die Kommerzialisierung vorantreiben, die nächste Entwicklungsphase der Technologie unterstützen und Q.ANT den Eintritt in den US-Markt ermöglichen. Bis 2030 will das Unternehmen photonische Verarbeitung zu einem Standardbestandteil von KI-Systemen machen.
Angesichts der erwarteten globalen Ausgaben von über 5,2 Billionen US-Dollar für Rechenzentren im KI-Bereich in den nächsten fünf Jahren könnte die Technologie von Q.ANT eine entscheidende Rolle dabei spielen, die ökologischen und wirtschaftlichen Kosten des großflächigen Rechnens zu senken.
Die 80-Millionen-Investition wird es Q.ANT ermöglichen, seine photonischen Lösungen für eine breitere Nutzung zu skalieren. Durch die Steigerung von Energieeffizienz und Rechenleistung könnte die Technologie Rechenzentren helfen, die wachsenden Anforderungen der KI zu bewältigen, ohne dass der Ressourcenverbrauch im gleichen Maße steigt. Zu den nächsten Schritten des Unternehmens gehören die Expansion in die USA und die Weiterentwicklung des NPS-Systems.