08 February 2026, 12:32

Rastatt baut Notunterkünfte für Blackouts mit umgerüsteten Traktoren als Stromquellen

Ein großes Gebäude mit einer "Notfall"-Tafel, umgeben von einem Metallzaun, Pflanzen, Informationsschildern, Fahrzeugen und Drähten unter einem bewölkten Himmel.

Rastatt baut Notunterkünfte für Blackouts mit umgerüsteten Traktoren als Stromquellen

Rastatt rüstet drei kommunale Gebäude als Notunterkünfte für flächendeckende Stromausfälle aus

Als Reaktion auf die wachsende Sorge vor großflächigen Blackouts hat die Stadt Rastatt drei kommunale Gebäude zu Notunterkünften umfunktioniert. Die Standorte sind darauf vorbereitet, im Krisenfall Wärme, Strom und grundlegende Versorgungsleistungen bereitzustellen. Zudem sorgen mobile Notstromaggregate, die auf umgerüsteten Traktoren basieren, für die Aufrechterhaltung des Betriebs.

Als Unterkünfte dienen die Sporthalle in der St.-Michael-Straße 4 in Wintersdorf, die Sporthalle am Wiesenweg 51 in Niederbühl sowie die Festhalle in der Favoritestraße 42 in Förch. Alle drei Gebäude verfügen bereits über notwendige Einrichtungen wie Umkleideräume, Duschen, Küchen und Heizsysteme. Vor Ort gelagerter Treibstoff garantiert, dass die Wärmeversorgung auch bei längerfristigen Stromausfällen aufrechterhalten werden kann.

Um die Notunterkünfte mit Energie zu versorgen, hat Rastatt Traktoren aus den Bereichen Tiefbau und Grünflächenmanagement mit speziellen Zapfwellen-Generatoren (PTO) ausgestattet. Diese fungieren als mobile Kraftwerke und speisen bei Bedarf Strom in die Hallen ein. Die Generatoren sind flexibel einsetzbar und verfügen über mehrere Anschlüsse, um bei Bedarf zusätzliche Geräte zu betreiben.

Die Gesamtkosten für die Stromversorgungslösung belaufen sich pro Halle auf knapp 20.000 Euro. Langfristige Wartungskosten werden jedoch nicht erwartet. Die Hallen bleiben ganzjährig nutzbar – sowohl als Notunterkünfte als auch als Treffpunkte für die Bevölkerung.

Mit diesen Maßnahmen stellt Rastatt sicher, dass Bürger:innen im Falle eines Blackouts Zugang zu beheizten und stromversorgten Schutzräumen haben. Die Nutzung umgerüsteter Traktoren bietet dabei eine praktikable Notlösung ohne laufende Kosten. Während andere Kommunen wie Winnenden auf Katastrophenschulungen setzen, konzentriert sich Rastatt auf die sofortige Infrastrukturvorsorge.