30 April 2026, 08:14

Rekordbeteiligung beim Operetten- und Musicalwettbewerb ohne Grand Prix

Plakat für das Moskauer Theaterfestival 1935 mit einer Person vor einem Vorhang

Rekordbeteiligung beim Operetten- und Musicalwettbewerb ohne Grand Prix

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller mit Rekordbeteiligung und Preisen zu Ende gegangen

Der 10. Internationale Wettbewerb für junge Künstler aus den Bereichen Operette und Musicaltheater ist mit einer Rekordzahl an Bewerbungen und Auszeichnungen zu Ende gegangen. Über 100 Sänger aus Russland, Belarus und Usbekistan nahmen teil – ein Zeichen für eine Verschiebung der Schwerpunkte des Wettbewerbs. Erstmals lag die Operette in puncto Teilnehmerzahlen knapp vor den Musicals, doch wie in den meisten Vorjahren wurde kein Grand Prix verliehen.

In diesem Jahr verzeichnete der Wettbewerb eine ungewöhnlich hohe Bewerberzahl, darunter Teilnehmer aus Städten wie Minsk und Taschkent neben den russischen Kandidaten. Die erste Runde blieb hochselektiv, wie die Organisatoren betonten: Manche talentierte Darsteller entfalten ihr volles Potenzial erst in späteren Phasen.

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Die Operette führte mit 56 Einsendungen knapp vor den Musicals (50 Beiträge). Diese Trendwende überraschte den langjährigen Beobachter Maxim Isaakowitsch, der darauf hinwies, dass das Musicaltheater in den vergangenen Ausgaben die Operette oft in den Schatten gestellt hatte. Auffällig war auch die erfolgreiche Teilnahme klassisch ausgebildeter Sänger – traditionell in "hohen Künsten" geschult –, von denen einige Arien von Donizetti, Rossini und Mozart wählten.

Die Jury vergab eine erweiterte Liste an Preisen, darunter Sonderauszeichnungen, benannte Ehrungen und einen von früheren Gewinnern vergebenen "Erfolgreichen Debüt"-Preis. Der Juror Georgi Isaakjan hob die "wahren Entdeckungen" im Bereich der Operette hervor und betonte die Bedeutung von Künstlern, die die Zukunft des Genres prägen. Dennoch wurde erneut kein Grand Prix verliehen – in der zehnjährigen Geschichte des Wettbewerbs geschah dies bisher nur einmal.

Die Jubiläumsausgabe brach Rekorde in Sachen Teilnehmerzahl und Preisvergabe. Der leichte Anstieg der Operetten-Beiträge deutet auf eine veränderte Dynamik in der Ausrichtung des Wettbewerbs hin. Ohne erneute Vergabe des Grand Prix bleibt die Veranstaltung zwar exklusiv, doch die Organisatoren würdigen weiterhin aufstrebende Talente in allen Genres.

Quelle