16 January 2026, 14:14

Rekordjahr für deutsch-französische Sicherheitskooperation in Kehl

Eine Karte von Stuttgart, Deutschland, in zwei Teile geteilt mit Text oben und unten, die eine geplante Standortmarkierung hervorhebt.

Rekordjahr für deutsch-französische Sicherheitskooperation in Kehl

Gemeinsames Deutsch-Französisches Polizeiliches und Zollkooperationszentrum (GZ) in Kehl meldet Rekordjahr bei grenzüberschreitendem Informationsaustausch

Das Gemeinsame Deutsch-Französische Polizeiliche und Zollkooperationszentrum (GZ) in Kehl verzeichnete 2025 ein Rekordjahr beim Austausch von Sicherheitsinformationen über die Grenze hinweg. Insgesamt bearbeitete das Zentrum 23.327 Anfragen – ein Anstieg von fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Zuwachs unterstreicht die wachsende Bedeutung der Sicherheitszusammenarbeit zwischen beiden Ländern in der Grenzregion.

Das 1999 gegründete GZ Kehl fungiert als zentrale Drehscheibe für den Datenaustausch zwischen deutschen und französischen Behörden. Sechs Behörden beider Staaten sind dort vertreten, wo rund 60 Mitarbeiter täglich Hand in Hand arbeiten. Ihre Arbeit unterstützt ein breites Spektrum an Einsätzen – von Verkehrskontrollen und Grenzkontrollen über Großveranstaltungen bis hin zu kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

Die Aufgaben des Zentrums gehen jedoch über den regulären Polizeidienst hinaus. Es leistet Hilfe bei Rettungseinsätzen, verfolgt gestohlene Fahrzeuge und unterstützt grenzüberschreitende Fahndungen. Die steigende Anzahl der Anfragen spiegelt die wachsende Rolle des GZ in der regionalen Sicherheit wider. Wie Lisa Schröder, eine leitende Polizeibeamtin und Pressesprecherin des Landeskriminalamts Baden-Württemberg, betont, erfüllt das Zentrum eine unverzichtbare Funktion. Die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich stärkt so die Strafverfolgung in der Region.

Der Anstieg der Anfragen beim GZ Kehl bestätigt die zentrale Bedeutung des Zentrums für die grenzüberschreitende Sicherheit. Mit 23.327 bearbeiteten Fällen im Jahr 2025 bleibt die Nachfrage nach gemeinsam genutzten Erkenntnissen hoch. Die Kooperation zwischen deutschen und französischen Behörden bleibt ein Eckpfeiler der regionalen Sicherheitsbemühungen.