31 December 2025, 22:31

Reutlingen gedenkt der Kriegsopfer mit bewegender Zeremonie und klaren Appellen

Gedenksteine an einer Wand mit Blumensträußen davor.

Reutlingen gedenkt der Kriegsopfer mit bewegender Zeremonie und klaren Appellen

In Reutlingen fand eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, um der Opfer der Weltkriege zu gedenken. Schülerinnen und Schüler, Vertreter aus Politik und Militär versammelten sich auf dem Lindenfriedhof, um über die Schrecken des Krieges nachzudenken. Die Veranstaltung umfasste ergreifende Reden und eine Kranzniederlegung.

Den Auftakt der Feier gestalteten Zehntklässler der Eichendorff-Realschule mit eindringlichen Worten in der Aussegnungshalle. Ihre bildhaften Schilderungen wie ‘Ich sehe die Welt vor mir in Flammen, das Leben in Scherben’ veranschaulichten die Zerstörungskraft des Krieges. Die Jugendlichen setzten sich mit den Themen Terror, Tod und den bleibenden Narben der Gewalt auseinander.

Anschließend begaben sich die Teilnehmer zum Denkmal für die Kriegsopfer. Thomas Keck hielt die Gedenkrede und betonte die Bedeutung, die Erinnerungen der Überlebenden zu bewahren. Er warnte davor, dass das Vergessen der Vergangenheit radikalen und extremistischen Gruppen Auftrieb geben könnte. Auch Pfarrer Roland Knäbler sprach und wies darauf hin, wie Angst und Spaltung in unsicheren Zeiten gedeihen. Er mahnte, dass Gesellschaften schwächer werden, wenn die Mächtigen die Schwachen unterdrücken. Kranzniederlegungen erfolgten durch Keck und Jürgen Neumeister, den Vorsitzenden des örtlichen VdK, in Anwesenheit von Reservisten der Bundeswehr und Vertretern der US-Streitkräfte. Reutlingens Oberbürgermeister beschloss die Veranstaltung mit einem Appell für Zusammenhalt. Er rief dazu auf, zuzuhören, unterschiedliche Meinungen zu respektieren und sich gegen diejenigen zu stellen, die Demokratie und Freiheit bedrohen.

Die Gedenkfeier vereinte junge Stimmen, Militärangehörige und zivile Führungskräfte im gemeinsamen Gedenken. Ihre Botschaften unterstrichen die Notwendigkeit, aus der Geschichte zu lernen und Kräften zu widerstehen, die Gesellschaften spalten. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Moment der Besinnung am Kriegsdenkmal.