22 March 2026, 12:17

Rosch Haschana 2025: Baden-Württemberg feiert jüdisches Neujahr mit politischem Signal gegen Antisemitismus

Ein lebendiges chinesisches Neujahrsfest in Amsterdam mit einem Löwen tanzen mit einer Menge von Menschen, einige halten Kameras, vor einem Hintergrund von Gebäuden, Laternenmasten und einem klaren blauen Himmel.

Rosch Haschana 2025: Baden-Württemberg feiert jüdisches Neujahr mit politischem Signal gegen Antisemitismus

Vom 22. bis 24. September 2025 haben jüdische Gemeinden in Baden-Württemberg Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest, begangen. Erstmals lud die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden Gäste, Freunde und wichtige Partner ein, an den Feierlichkeiten teilzuhaben. Die Veranstaltung stand zugleich im Zeichen der anhaltenden Bemühungen, jüdisches Leben in der Region angesichts wachsender Sicherheitsbedenken zu schützen.

Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl nahm an der Feier teil und überbrachte seine Neujahrswünsche mit den Worten "Schana Towa". Er betonte, wie unverzichtbar jüdisches Leben als Teil der Gesellschaft in Baden-Württemberg sei. In seiner Ansprache machte Strobl deutlich, dass Antisemitismus in der Region keinen Platz habe.

Strobl äußerte zudem Bedauern darüber, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland abwägen müssten, ob sie ihre Identität offen zeigen könnten. Er verwies auf die besorgniserregende Tatsache, dass Synagogen mittlerweile polizeilichen Schutz benötigten – auch wenn für Baden-Württemberg im Jahr 2025 keine konkreten Zahlen vorlägen. Stattdessen bezog er sich auf den bundesweiten Trend zunehmender Sicherheitsvorkehrungen an jüdischen Einrichtungen.

Der Minister lobte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen dem Land und den Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg. Diese Partnerschaft ziele darauf ab, jüdisches Leben zu bewahren und gleichzeitig seine Sichtbarkeit im öffentlichen Raum zu stärken.

Die Rosch-Haschana-Feierlichkeiten standen im Zeichen von Einheit und Besinnung. Vertreter der Politik bekräftigten ihr Engagement im Kampf gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischer Gemeinden. Gleichzeitig bleibt die Notwendigkeit erhöhter Sicherheitsmaßnahmen an Synagogen eine drängende Herausforderung in ganz Deutschland.

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