16 February 2026, 14:40

Schmotziger Dunschtig 2025: Narren erobern die Straßen Südwestdeutschlands mit spektakulären Bräuchen

Ein lebendiger Weihnachtsmarkt in Nürnberg, Deutschland, mit Menschen um geschmückten Ständen, Gebäuden, einem Riesenrad und einem bewölkten Himmel, mit einer Tafel auf der rechten Seite.

Faschingssturm trifft Rottweil - wild, bunt und unerschütterlich - Schmotziger Dunschtig 2025: Narren erobern die Straßen Südwestdeutschlands mit spektakulären Bräuchen

Tausende Feiernde trotzten der Kälte, um den Schmotzigen Dunschtig in Südwestdeutschland zu begehen. Die vorfastenzeitlichen Bräuche der Region standen im Mittelpunkt – mit Umzügen, maskierten Gestalten und waghalsigen Kunststücken, die die Straßen füllten. Einer der größten Anziehungspunkte war der historische Narrensprung in Rottweil, bei dem kostümierte Narren bereits im Morgengrauen in Aktion traten.

Der Tag begann früh in Rottweil, wo der Narrensprung – auch als "Narrensturz" bekannt – um 8 Uhr morgens startete. Über 3.000 vermummte Teilnehmer, verkleidet als Figuren wie Federahannes und Schantle, strömten durch das Schwarze Tor in die Altstadt. Reiter zu Pferd und Blasorchester führten den dreieinhalbstündigen Umzug an, während Schaulustige die Straßen säumten, um das Spektakel zu verfolgen.

Zu den aufregendsten Momenten zählten die typischen Stangenweitsprünge Rottweils. Die Narren nutzten lange Holzstangen, um sich über Hindernisse zu katapultieren – eine Tradition, die den Fasching der Stadt seit langem prägt. Die Kostüme, lokal als Häs bekannt, kombinierten aufwendig geschnitzte Holzmasken mit Gewändern, die von regionalen Sagen, Stadtgeschichte oder mythischen Fabelwesen inspiriert waren.

Anderswo nahmen die Feiern unterschiedliche Formen an. In Schramberg etwa traten am Nachmittag Teams in verzierten Holzbütten zu einem Rennen auf der Schiltach an. In einigen Gebieten mischten sich auch Elemente des rheinischen Karnevals unter die Maskierten, mit Prinzessinnen, Prinzen und Tanzgruppen.

Der schwäbisch-alemannische Fasching brachte die Gemeinschaften trotz eisiger Temperaturen erneut zusammen. Von den akrobatischen Narren in Rottweil bis zu den Flussrennen in Schramberg unterstrichen die Veranstaltungen die tief verwurzelten Traditionen der Region. Tausende Teilnehmer und Zuschauer sorgten dafür, dass die Feierlichkeiten wie immer lebendig und ausgelassen blieben.