Schwarzfahrer zerstören Notausgang am Karlsruher Hauptbahnhof und fliehen vor der Polizei
Dietlind Grein GrothSchwarzfahrer zerstören Notausgang am Karlsruher Hauptbahnhof und fliehen vor der Polizei
Zwei Männer im Alter von 16 und 26 Jahren sind nach einer Fahrt von Basel nach Karlsruhe ohne gültige Fahrkarten festgenommen worden. Die Bundespolizei nahm sie am Karlsruher Hauptbahnhof in Gewahrsam, wo ihnen nun mehrere Straftaten zur Last gelegt werden.
Der Vorfall begann, als das Duo in Basel in einen Zug stieg und ohne Bezahlung der Fahrt bis Karlsruhe gelangte. Nach der Ankunft auf Gleis 3/4 des Hauptbahnhofs versuchten Beamte, die beiden zu befragen. Statt zu kooperieren, zerschlugen die Verdächtigen jedoch gewaltsam die Notfall-Scheibe, um die Zugtür zu öffnen.
Der 16-Jährige leistete Widerstand, ignorierte polizeiliche Anweisungen und versuchte zu fliehen. Die Beamten konnten ihn schließlich überwältigen und festsetzen. Zudem wird ihm vorgeworfen, während der Konfrontation Beamte verbal angegriffen zu haben. Bei beiden Männern stellte sich heraus, dass sie sich ohne gültige Aufenthaltstitel in Deutschland aufhielten. Eine Durchsuchung förderte illegale Betäubungsmittel zutage, die beschlagnahmt wurden. Der 26-Jährige führte zudem einen nicht genehmigten Welpen mit sich, der später beschlagnahmt und einem Tierschutzverein übergeben wurde. Gegen ihn wird außerdem wegen des illegalen Einfuhrens einer als gefährlich eingestuften Hunderasse ermittelt. Die Behörden teilten mit, dass keine weiteren Details zu den ermittelnden Beamten an die Öffentlichkeit gegeben werden.
Den beiden Beschuldigten drohen nun eine Reihe von Anklagepunkten, darunter Beförderungserschleichung, illegaler Aufenthalt, Drogenbesitz und Missbrauch von Notfallvorrichtungen. Dem 26-Jährigen kommen zusätzlich Verstöße im Zusammenhang mit Tierschutzdelikten hinzu. Die Fälle werden nun durch die deutsche Justiz weiterverfolgt.