14 January 2026, 18:37

Skandal um Weihnachtsmesse: Warum die ARD Mediathek 1.400 Beschwerden erhielt

Eine Krippe in einer Kirche mit Statuen von Menschen und Tieren, Pflanzen, Lichtern und anderen Gegenst√§nden im Vordergrund und einem Stern oben, der eine festliche Weihnachtsstimmung schafft.

Skandal um Weihnachtsmesse: Warum die ARD Mediathek 1.400 Beschwerden erhielt

Weihnachtsgottesdienst 2022 in der ARD Mediathek löst scharfe Kritik aus

Eine Weihnachtsmesse, die am Heiligabend 2022 in der ARD Mediathek ausgestrahlt wurde, hat wegen ihrer ungewöhnlichen Darstellung der Weihnachtskrippe heftige Kritik auf sich gezogen. Die Sendung zeigte das Christkind in schmieriges Reispapier eingehüllt – was bei den Zuschauern auf massive Ablehnung stieß: Fast 1.400 Beschwerden gingen daraufhin ein. Inzwischen haben sich sowohl religiöse Würdenträger als auch Politiker in die Debatte eingeschaltet.

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart räumte ein, dass die übertragene Liturgie "akzeptable Grenzen überschritten" habe. Vertreter der Diözese gaben zu, dass die Ausstrahlung bei vielen Zuschauern Irritation, Verwirrung und Ärger ausgelöst habe. Künftige Fernsehadaptionen sollen nun einer strengeren Prüfung unterzogen werden.

Besonders die Darstellung des in Reispapier gewickelten Christkinds in der ARD Mediathek wurde zum Kristallisationspunkt der Empörung. Das Bistum kündigte an, die Entscheidungsprozesse für übertragene Weihnachtsgottesdienste künftig enger zu fassen, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden. Der ehemalige CDU-Politiker und heutige Bundestagsabgeordnete Maximilian Mörseburg, der auch als Jurist tätig ist, verurteilte die Sendung scharf. Er warf kirchlichen Vertretern vor, den Glauben durch solche Darstellungen ins Absurde zu ziehen und ihm seine Würde zu nehmen. Seine Äußerungen heizten die ohnehin kontroverse Diskussion darüber an, wie religiöse Traditionen in den Medien präsentiert werden sollten.

Das Bistum hat sich verpflichtet, sein Vorgehen bei künftigen Übertragungen zu überprüfen. Strengere Richtlinien sollen nun regeln, wie Weihnachtsliturgien für das Fernsehen adaptiert werden. Die Änderungen zielen darauf ab, weitere Streitigkeiten über die Darstellung von Religion in öffentlichen Medien zu verhindern.