Skurrile Tiergeschichten: Von Steuerbescheiden für Hunde bis zu angreifenden Welsen
Dietlind Grein GrothTierwelt 2025 - Vom Karpfenalarm bis zum verschluckten Ehering - Skurrile Tiergeschichten: Von Steuerbescheiden für Hunde bis zu angreifenden Welsen
Eine Reihe ungewöhnlicher Vorfälle mit Tieren in Deutschland und Österreich hat Behörden, Haustierbesitzer und Wildtierexperten gleichermaßen ratlos zurückgelassen. Von einem Wels, der Schwimmer angriff, bis hin zu einem Hund, der einen Steuerbescheid erhielt – diese skurrilen Ereignisse sorgten sowohl für Besorgnis als auch für Heiterkeit.
Ein Fall führte sogar zu polizeilichen Ermittlungen, nachdem der Tod eines Hundes online für Empörung gesorgt hatte.
Im November 2021 leitete die Landespolizeidirektion Salzburg eine Untersuchung zum Tod von Urax ein, einem Münchner Hund. Der Ermittlungsbeginn folgte auf einen Social-Media-Beitrag von Jutta Zedelmaier, der angeblich gegen Tierschutzgesetze verstoßen haben soll. Bereits zuvor war Urax’ Besitzerin in die Schlagzeilen geraten, als der Hund einen Brief vom Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten erhielt – eine kuriose Verwechslung, die wegen ihrer Absurdität viral ging.
Am Brombachsee in Mittelfranken verletzte ein zwei Meter langer Wels mehrere Schwimmer. Experten vermuteten, dass das aggressive Verhalten auf den niedrigen Wasserstand zurückzuführen war, der den Fisch möglicherweise dazu trieb, seinen Nachwuchs zu verteidigen. Nach Rücksprache mit Anglern und Rettungskräften entschied die Polizei, den Wels aus Gründen der öffentlichen Sicherheit zu töten. Doch die tierischen Überraschungen rissen nicht ab: Vincent, ein Bartgeier, flog 1.600 Kilometer vom Nationalpark Berchtesgaden bis zur Nordsee, bevor er gerettet und wieder aufgepäppelt wurde. In Nersingen entdeckte ein Paketdepot-Mitarbeiter eine Katze in einem versandten Paket – ohne dass der Besitzer davon wusste. Und in Landshut verschluckte ein Nandu im örtlichen Tierpark am Neujahrstag den Handschuh eines Kindes. Weitere Kuriositäten umfassten einen Metzger, der den Ehering des Landwirts Johannes Brandhuber im Magen seiner Kuh Herzl fand, nachdem diese ihn mit dem Futter verschluckt hatte. Unterdessen entkam die vierjährige Hündin Bella aus Oberbayern aus ihrem Garten, stieg in eine S-Bahn und landete schließlich in einem Polizeiauto, das sie nach Hause brachte.
Kontroversen gab es auch im Nürnberger Zoo, nachdem zwölf gesunde Paviane wegen Platzmangels getötet worden waren. Die Maßnahme löste Proteste von Tierschutzorganisationen aus und reiht sich ein in die bizarre Serie tierischer Vorfälle des Jahres.
Diese Ereignisse – von behördlichen Pannen bis hin zu unerwarteten Tierinteraktionen – zeigten, auf wie vielfältige Weise Tiere mit menschlichen Systemen kollidieren. Manche Fälle führten zu juristischen Konsequenzen, andere blieben schlicht skurrile Randnotizen in den Lokalnachrichten. Behörden und Experten arbeiten weiterhin an den Folgen dieser ungewöhnlichen Vorkommnisse.