SSV Ulm feuert Trainer und Sportdirektor nach Absturz in die Krise
Angelo BriemerSSV Ulm trennt sich von Sportdirektor und Trainer - SSV Ulm feuert Trainer und Sportdirektor nach Absturz in die Krise
Nach einem holprigen Saisonstart hat der SSV Ulm tiefgreifende Veränderungen in seiner Führungsetage vorgenommen. Nach einer Serie enttäuschender Ergebnisse entließ der Verein sowohl Cheftrainer Moritz Glasbrenner als auch Sportdirektor Markus Thiele. Eine deutliche 0:5-Niederlage gegen Hansa Rostock markierte einen der Tiefpunkte in einer von Krisen geprägten Spielzeit.
Glasbrenner hatte das Amt erst Mitte September von Robert Lechleiter übernommen. Doch nach 14 Spielen stand Ulm mit Platz 18 in der dritten Liga kurz vor dem Abstieg in die Regionalliga. Nach ausführlichen Beratungen entschied die Vereinsführung, die Verträge mit beiden Verantwortlichen vorzeitig – aber einvernehmlich und fair – zu beenden.
Die Entlassung erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Unruhe im Kader. Mannschaftskapitäne Johannes Reichert und Christian Ortag richteten ein scharf formuliertes Schreiben an den Aufsichtsrat, in dem sie von einer "giftigen Atmosphäre" sprachen. Das Vertrauen zwischen Spielern, Trainerstab und Führung sei zerstört, hieß es darin.
Am 16. November 2025 präsentierte der SSV Ulm mit Pavel Dotchev den Nachfolger für Glasbrenner. Der neue Cheftrainer unterschrieb einen Vertrag bis 2027 und übernimmt ein Team, das dringend Stabilität braucht.
Dotchev steht nun vor der Herausforderung, Ulms Schicksal in der Abstiegszone zu wenden. Der Verein hat schnell gehandelt, um interne Probleme zu lösen und die Führung neu aufzustellen. Ob sich die Veränderungen auf dem Platz bald auszahlen, wird sich zeigen.