23 December 2025, 20:27

Stadtrat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Eine Person fährt mit dem Fahrrad auf einem Gehweg mit vielen Menschen, Bussen mit Text darauf, Gebäuden und Laternen im Hintergrund.

Stadtrat genehmigt Renovierung des Ehinger Tors

Der Ulmer Stadtrat hat nach einer Pattsituation im Ausschuss grünes Licht für eine umfassende Neugestaltung des Bereichs Ehinger Tor gegeben. Die Pläne zielen darauf ab, den städtischen Raum durch Verkehrseinschränkungen, die Ausweitung von Grünflächen sowie bessere Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger grundlegend umzugestalten. Die Maßnahmen dienen zudem als Vorbereitung für die Landesgartenschau 2030.

Im Rahmen des Projekts werden mehrere wichtige Verkehrsachsen umgestaltet. Die Neue Straße zwischen Bismarckring und Schillerstraße wird von fünf auf drei Spuren reduziert. Der gewonnene Platz soll für eine modernisierte Haltestelle des öffentlichen Nahverkehrs sowie neue Fuß- und Radwege genutzt werden. Bis 2030 wird die Haltestelle längere Straßenbahnen und barrierefreie, verlängerte Bahnsteige aufweisen.

Die Wagnerstraße behält zwar je eine Fahrspur pro Richtung, doch der nordwärts fließende Verkehr aus der Weststadt wird künftig über die Söflinger Straße und den Söflinger Kreisverkehr umgeleitet. Auf der Seite des Ehinger Tors am Bismarckring entfällt eine Spur, um eine durchgehende Nord-Süd-Radverbindung zu schaffen. Mittelfristig könnten auch Bismarckring und Furttenbachstraße auf fünf Spuren reduziert werden, was den Verkehrsknotenpunkt entlasten würde.

Weitere Änderungen könnten eine neue Verbindung zwischen den Ehinger Parks umfassen. Die Zinglerstraße soll möglicherweise mit einem begrünten Mittelstreifen für Fußgänger und Radfahrer umgestaltet werden, wobei die endgültige Entscheidung über Spurreduzierungen noch aussteht. Ziel ist es insgesamt, die Dominanz des Autoverkehrs zurückzudrängen, die Ökologie zu stärken und öffentliche Räume zurückzugewinnen – rechtzeitig zur Gartenschau 2030.

Die Umgestaltung bringt mehr Grünflächen, bessere Radwege und einen attraktiveren ÖPNV ans Ehinger Tor. Gleichzeitig bereitet sie den Weg für die Ulmer Landesgartenschau 2030. Im Mittelpunkt stehen die bessere Einbindung der Festungsanlage in das Stadtbild sowie die Verkehrsberuhigung und Aufwertung des öffentlichen Raums.