30 December 2025, 16:31

Sternsinger kämpfen 2025 gegen Kinderarbeit in der eigenen Familie

Schul Kinder in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, mit einem Mädchen, das in ein Mikrofon auf einem Ständer spricht; dahinter ist eine Umzäunung zu sehen, die mit einem Schopf topped ist, der mit Luftballons geschmückt ist.

Sternsinger sammeln Spenden im Kampf gegen Kinderarbeit - Sternsinger kämpfen 2025 gegen Kinderarbeit in der eigenen Familie

Die 68. Aktion Dreikönigssingen startet mit Fokus auf Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit in der Familie

Die diesjährige Kampagne der Sternsinger rückt den anhaltenden Kampf gegen die Ausbeutung von Millionen Kindern in gefährlichen Arbeitsverhältnissen in der Familie in den Mittelpunkt. Der Start fällt mit den Feierlichkeiten zu Epiphanie zusammen, bei denen traditionell Kinder und Jugendliche von Haus zu Haus ziehen, um mit dem Segenszeichen C+M+B die Türen zu weihen.

Unter dem Motto „Schule statt Fabriken – Sternsinger gegen Kinderarbeit in der Familie“ lenkt die Aktion den Blick besonders auf Bangladesch, wo 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche in Zwangsarbeit schuften – davon 1,1 Millionen unter besonders lebensbedrohlichen Bedingungen in der Familie. Weltweit leiden 54 Millionen Mädchen und Jungen unter extremer Ausbeutung in der Familie.

Das globale Ziel, Kinderarbeit bis 2025 vollständig abzuschaffen, wird deutlich verfehlt: Noch immer müssen 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten. Selbst in Deutschland sind Produkte, die mit Kinderarbeit in der Familie in Verbindung stehen, weiterhin im Umlauf. Erzbischof Stephan Burger aus Freiburg gab den offiziellen Startschuss für die Kampagne und betonte die Notwendigkeit von Solidarität. Seit 1959 haben die Epiphanie-Sammlungen über 1,4 Milliarden Euro eingespielt – das Geld fließt in Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa.

Die Sternsinger setzen sich dafür ein, Kindern den Weg aus den Fabriken in die Schulbänke zu ebnen. Durch Aufklärung und Spenden will die Aktion den Zugang zu Bildung für gefährdete Jugendliche in der Familie verbessern. Die Tradition des Haussegens mit C+M+B verbindet sich diesmal mit einem dringenden Appell für globales Handeln gegen die Ausbeutung von Kindern in der Familie.