STIHL revolutioniert Finanzstruktur mit digitalem Common Terms Agreement
Dietlind Grein GrothSTIHL revolutioniert Finanzstruktur mit digitalem Common Terms Agreement
STIHL, der weltweit führende Hersteller von Kettensägen, hat seine gruppenweite Finanzierungsstruktur grundlegend überarbeitet, um saisonale Schwankungen im Working Capital besser zu bewältigen. Das Unternehmen wählte dabei einen ungewöhnlichen Ansatz und organisierte die Transaktion in Eigenregie – die SEB fungierte als Dokumentationsagent.
Rechtlich begleitet wurde der Prozess von zwei großen Kanzleien: White & Case beriet die Banken, während Taylor Wessing STIHL durch die Umstrukturierung führte.
Kern des neuen Finanzierungsmodells ist ein Common Terms Agreement (CTA), das alle zentralen Konditionen zwischen STIHL und seinen Hauptbanken in einem einheitlichen Dokument zusammenfasst. Diese straffe Lösung ersetzt bisher verstreute Vereinbarungen durch einen standardisierten Rahmen. Auf dieser Grundlage wurden anschließend bilaterale Kredite abgeschlossen, die sich an der Struktur der Nebenfazilitäten orientieren.
Die Finanzabteilung von STIHL steuert den gesamten Prozess nun digital über die Plattform vc trade. Das System übernimmt Dokumentenprüfungen, weist Finanzierungsvolumina zu und bestätigt Auszahlungsbedingungen – alles an einem Ort. Diese durchgängige Kontrolle verringert den administrativen Aufwand und steigert die Effizienz.
White & Case zeichnete für die rechtliche Beratung der SEB und des Bankenkonsortiums verantwortlich, geleitet von Counsel Sascha H. Schmidt (Fremdfinanzierung). Auf Seiten von STIHL begleitete Taylor Wessing die Umstrukturierung, mit Clemens Niedner als federführendem Berater, unterstützt von Moritz Probst und Victoria Meyer aus dem Frankfurter Büro.
Die Neuordnung ermöglicht es STIHL, Schwankungen im Working Capital flexibler zu handhaben, während die Finanzierungsprozesse intern bleiben. Durch die digitale Plattform und standardisierte Vertragsbedingungen hat das Unternehmen seine Beziehungen zu den Kernbanken vereinfacht. Das neue System ist nun gruppenweit voll funktionsfähig.






