24 January 2026, 22:27

Stuttgart diskutiert Lösungen gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Ein aufgeschlagenes Buch, das eine detaillierte Karte von Deutschland zeigt, begleitet von beschreibendem Text.

Stuttgart diskutiert Lösungen gegen den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen

Am 3. November 2025 fand in Stuttgart die vierte Fachkonferenz zur Zuwanderung von Fachkräften im Gesundheitswesen statt. Die Minister Manne Lucha und Marion Gentges leiteten die Gespräche, die sich auf die Sicherung von Fachpersonal für den Sektor konzentrierten. Die Teilnehmer zogen eine Zwischenbilanz und loteten Möglichkeiten aus, um die Rekrutierungsbemühungen weiter zu stärken.

Die Veranstaltung knüpfte an eine Initiative des Bundesinnenministeriums (BMI) aus dem Jahr 2023 an, die unter der Leitung von Nancy Faeser stand. Ziel war es, den Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen durch gezielte Zuwanderungspolitik zu bekämpfen. Noch im selben Jahr hatte das Sozial- und Justizministerium die Fachkonferenz ins Leben gerufen, um die Anwerbung und Integration von Fachkräften zu verbessern.

Vertreter verschiedener Organisationen berichteten über den Stand ihrer Arbeit. Sie zogen eine positive Zwischenbilanz und hoben Fortschritte bei der Gewinnung von Fachpersonal hervor. Minister Lucha betonte die entscheidende Rolle internationaler Arbeitskräfte für die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung – heute wie in Zukunft. Justizministerin Gentges forderte eine stärkere Bewerbung der Landesagentur für Fachkräfteeinwanderung (LZF). Die im April 2025 gegründete Behörde hat durch Digitalisierung die Abläufe für Arbeitgeber und Behörden vereinfacht. Bisher gingen rund 600 Anträge für beschleunigte Verfahren in den Bereichen Pflege und Gesundheitswesen ein. Lucha kündigte zudem eine Delegationsreise nach Indien für das spätere Jahr 2025 an. Der Besuch soll Partnerschaften mit dem Bundesstaat Maharashtra zur Anwerbung von Pflegefachkräften etablieren – ein weiterer Schritt, um internationale Netzwerke für Fachkräfte auszubauen.

Die Fachkonferenz unterstrich das Engagement Deutschlands, den Personalmangel im Gesundheitssektor durch gezielte Zuwanderung zu bewältigen. Mit fast 600 über die LZF abgewickelten Anträgen und neuen internationalen Partnerschaften in Vorbereitung unternimmt der Sektor konkrete Schritte, um seinen Fachkräftebedarf zu decken. Weitere Maßnahmen sind zu erwarten, da die Rekrutierungsbemühungen kontinuierlich ausgeweitet werden.