17 January 2026, 21:03

Stuttgart setzt Maßstäbe als kinderfreundlichste Großstadt Deutschlands

Ein detaillierter alter Stadtplan von Stuttgart, Deutschland, der Straßen, Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Text enthält, der Informationen über die Bevölkerung, Sehenswürdigkeiten und Straßen der Stadt bereitstellt.

Stuttgart setzt Maßstäbe als kinderfreundlichste Großstadt Deutschlands

Stuttgart hat nach einer kürzlichen Überprüfung seiner Fortschritte sein Engagement bekräftigt, eine noch kinderfreundlichere Stadt zu werden. Die Landeshauptstadt trat 2018 der Initiative „Kinderfreundliche Kommunen“ bei, erhielt 2020 die Zertifizierung und konnte diese im April 2024 verlängern. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Fachleute kamen zusammen, um Erfolge zu bilanzieren und nächste Schritte zur Stärkung der Kinderrechte und des Kindeswohls zu besprechen.

Die Initiative „Kinderfreundliche Kommunen“, angelehnt an das globale „Child Friendly Cities“-Modell von UNICEF, läuft über vier Jahre mit Option auf Verlängerung. Sie umfasst eine Bestandsaufnahme, Bürgerbeteiligung und die Erarbeitung eines Aktionsplans. Mittlerweile beteiligen sich über 60 deutsche Städte und Gemeinden – darunter Hanau, Köln, Berlin, Potsdam und Wolfsburg. Die Stadt Beeskow, seit 2020 dabei, hat ihre Zertifizierung kürzlich verlängert, während Neuwied im Januar 2026 mit der Umsetzung von Maßnahmen beginnt.

Stuttgarts Bemühungen stoßen bei Expert:innen und Verantwortlichen auf Anerkennung. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper verwies auf eine Sommerumfrage, in der Kinder die Stadt mit 4,5 von 5 Sternen für ihre Kinderfreundlichkeit bewerteten. Dominik Bär, Geschäftsführer des Programms, lobte lokale Projekte wie die „Nachtboje“ (eine Anlaufstelle für Kinder in der Nacht) und interaktive Kinderstadtpläne, die Teilhabe und Sicherheit fördern. Auch aus der Wissenschaft gab es positives Feedback: Prof. Dr. Roland Roth, Nathalie Schulze-Oben und Prof. Dr. Daniela Steenkamp hoben hervor, wie Stuttgart sichere und einladende Räume für junge Menschen schafft. Im Mittelpunkt der jüngsten Bestandsaufnahme standen zentrale Entwicklungen des aktuellen Aktionsplans, um kontinuierliche Verbesserungen zu gewährleisten.

Die Zertifizierung Stuttgarts gilt vorerst bis mindestens 2028 und wird durch Fördermittel des Bundesfamilienministeriums unterstützt. Der strukturierte Ansatz der Initiative – bestehend aus Analyse, Planung und Bürgerbeteiligung – bleibt dabei richtungsweisend. Über weitere Fortschritte wird berichtet, sobald neue Maßnahmen in den kommenden Jahren anlaufen.